Führt eine Schilddrüsenunterfunktion zu Wassereinlagerungen?

Antwort vom

Wassereinlagerungen (Ödeme) können bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) tatsächlich auftreten. Die Schilddrüse produziert Hormone, die den Stoffwechsel regulieren. Bei einer Unterfunktion werden zu wenige dieser Hormone gebildet, was verschiedene Körperfunktionen verlangsamt. Typische Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind unter anderem: - Müdigkeit - Gewichtszunahme - Kälteempfindlichkeit - Trockene Haut - Haarausfall - Verstopfung - Wassereinlagerungen, besonders im Gesicht, an den Augenlidern und an den Beinen Die Wassereinlagerungen entstehen, weil der verlangsamte Stoffwechsel den Flüssigkeitshaushalt im Körper beeinflusst. Es kann zu einer sogenannten Myxödem-Bildung kommen, bei der sich eine teigige Schwellung der Haut zeigt. Wenn du den Verdacht hast, an einer Schilddrüsenunterfunktion zu leiden, sollte ein Arzt die Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) im Blut bestimmen. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Schilddrüsenhormonen, wodurch sich die Symptome meist deutlich bessern. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie](https://www.endokrinologie.net/hypothyreose.php).

Verwandte Fragen

Schilddrüsen-MRT?

Ein MRT der Schilddrüse wird selten als Standarduntersuchung verwendet. Meist sind Ultraschall und Blutwerte wichtiger, oft ergänzt durch Szintigrafie. Wofür ein MRT sinnvoll sein kann...

Wie lange dauert es, bis sich die Schilddrüsenwerte nach einer totalen Schilddrüsenentfernung bei Morbus Basedow normalisieren, und wann bessern sich die Augen?

Nach einer totalen Schilddrüsenentfernung bei Morbus Basedow normalisieren sich die Schilddrüsenwerte meist innerhalb von einigen Wochen, oft etwa 2 bis 8 Wochen, wenn die L-Thyroxin-Einstel...