Warum tritt Iritis bei Morbus Bechterew auf?

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Morbus Bechterew, auch bekannt als ankylosierende Spondylitis, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule und die Sakroiliakalgelenke betrifft. Eine häufige Begleiterkrankung bei Morbus Bechterew ist die Iritis, eine Entzündung der Regenbogenhaut (Iris) des Auges. Der genaue Grund, warum Iritis bei Morbus Bechterew auftritt, ist nicht vollständig geklärt, aber es gibt einige Erklärungsansätze: 1. **Autoimmunreaktion**: Morbus Bechterew ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift. Diese Fehlreaktion kann auch das Auge betreffen und zu einer Iritis führen. 2. **Genetische Prädisposition**: Ein Großteil der Patienten mit Morbus Bechterew trägt das HLA-B27-Gen. Dieses Gen ist auch mit einem erhöhten Risiko für Iritis verbunden. Es wird angenommen, dass HLA-B27 eine Rolle bei der Fehlregulation des Immunsystems spielt. 3. **Entzündliche Prozesse**: Die systemische Entzündung, die bei Morbus Bechterew auftritt, kann sich auf verschiedene Körperteile ausbreiten, einschließlich der Augen. Die Entzündungsmediatoren, die bei der Erkrankung freigesetzt werden, können eine Iritis auslösen. Die Behandlung der Iritis bei Patienten mit Morbus Bechterew umfasst in der Regel entzündungshemmende Medikamente wie Kortikosteroide und manchmal auch immunsuppressive Therapien, um die Entzündung zu kontrollieren und Komplikationen zu vermeiden.

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