Warum dürfen bei Atropinvergiftung und anticholinerger Syndrom keine Antipyretika gegeben werden?

Antwort

Bei einer Atropinvergiftung oder einem anticholinergen Syndrom kann es zu einer erhöhten Körpertemperatur kommen, die durch die Hemmung des parasympathischen Nervensystems verursacht wird. Antipyretika, wie beispielsweise Paracetamol oder Ibuprofen, wirken, indem sie die Temperaturregulation im Hypothalamus beeinflussen. Allerdings kann die Gabe von Antipyretika in diesen Fällen problematisch sein, da sie die zugrunde liegende Ursache der Hyperthermie nicht behandeln. Stattdessen sollte der Fokus auf der Wiederherstellung der normalen cholinergen Aktivität liegen. Die Verwendung von Anticholinergika wie Atropin kann die Symptome verschlimmern, und die Behandlung sollte sich auf supportive Maßnahmen und gegebenenfalls die Gabe von Antidoten wie Physostigmin konzentrieren, um die cholinergen Effekte zu reaktivieren Zusammengefasst: Antipyretika behandeln nur die Symptome und nicht die Ursache der Hyperthermie bei einer Atropinvergiftung, weshalb ihre Anwendung in diesem Kontext nicht empfohlen wird.

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