Gibt es veränderte Laborwerte bei Myasthenia gravis?

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Bei Myasthenia gravis sind „Standard‑Laborwerte“ (Blutbild, CRP/BSG, Leber‑/Nierenwerte) oft unauffällig. Typisch verändert sind eher **spezifische Autoantikörper**: - **AChR‑Antikörper (Acetylcholinrezeptor‑AK)**: bei vielen Betroffenen positiv (häufigster Laborbefund). - **MuSK‑Antikörper**: v. a. bei AChR‑negativer Myasthenie. - **LRP4‑Antikörper**: seltener, kann bei seronegativen Fällen vorkommen. Weitere Laborbefunde, die **begleitend** auffallen können (nicht beweisend, aber relevant): - **Schilddrüsenwerte/Autoantikörper** (z. B. TSH, fT4, TPO‑AK), weil Autoimmun‑Schilddrüsenerkrankungen häufiger mit auftreten. - **CK (Kreatinkinase)** ist bei reiner Myasthenie meist normal; deutlich erhöhte CK spricht eher für eine Muskelkrankheit als Ursache. - Bei Verdacht auf **Thymom**: kein „Blutwert“, sondern Bildgebung (CT/MRT) ist entscheidend. Wichtig: Die Diagnose wird meist durch **Antikörpertests plus Neurophysiologie** (repetitive Nervenstimulation, Single‑Fiber‑EMG) und klinische Befunde abgesichert, nicht durch unspezifische Routine‑Laborwerte.

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