Eine passende knappe Antwort: „Das ist kein Naturgesetz, sondern ein politisches und gesellschaftliches Versagen. Dass eine behandelbare Krankheit am Geld scheitert, ist nicht ‚hinzunehme...
Gibt es einen Therapie-Durchbruch gegen Krebs?
Antwort vomEinen einzelnen „Therapie‑Durchbruch gegen Krebs“ gibt es nicht – Krebs ist keine einzelne Krankheit, sondern viele unterschiedliche Erkrankungen, und Fortschritte passieren je nach Tumorart, Stadium und Biomarkern. Was in den letzten Jahren tatsächlich als große Durchbrüche gilt: - **Immuntherapien (Checkpoint‑Inhibitoren)**: Aktivieren das Immunsystem gegen Tumoren; teils sehr langlebige Remissionen, aber nicht bei allen Krebsarten und nicht bei allen Patient:innen. - **CAR‑T‑Zelltherapien**: Besonders wirksam bei bestimmten Blutkrebserkrankungen (z. B. einige Leukämien/Lymphome); inzwischen auch Weiterentwicklungen und neue Zielstrukturen. - **Gezielte Therapien (Targeted Therapy)**: Medikamente gegen konkrete Treibermutationen (z. B. EGFR, ALK, BRAF, HER2, KRAS‑G12C) – oft deutlich bessere Wirkung bei passenden Biomarkern. - **Antikörper‑Wirkstoff‑Konjugate (ADCs)**: Antikörper bringen ein Zellgift gezielt in Tumorzellen; stark wachsendes Feld mit neuen Zulassungen in mehreren Tumorarten. - **Präzisionsdiagnostik / Liquid Biopsy**: Bessere Auswahl der Therapie durch Genanalysen; Bluttests können bei manchen Situationen Mutationen/Resistenzen erfassen. - **Radioligandentherapien**: Zielgerichtete „Strahlentherapie von innen“ (z. B. bei bestimmten Prostata‑ oder neuroendokrinen Tumoren) mit teils klaren Überlebensvorteilen. - **mRNA‑Ansätze (v. a. personalisierte Krebsimpfstoffe)**: Sehr vielversprechend, aber je nach Indikation noch nicht flächendeckender Standard; oft in Studien bzw. in frühen/ausgewählten Zulassungssituationen. Wichtig: Ob etwas ein „Durchbruch“ ist, hängt davon ab, **welche Krebsart** vorliegt und ob **Biomarker** passen. Pauschale „Wundertherapien“ aus Schlagzeilen sind häufig übertrieben oder beziehen sich nur auf eine kleine Untergruppe.
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