Ja, MRT-Befunde unterscheiden sich deutlich je nach Fragestellung und zugrundeliegender Erkrankung, also ob nach Metastasen (z.B. bei Tumorerkrankungen) oder nach demenzspezifischen Veränderungen... [mehr]
Eine medizinische Schriftabnahme zur Feststellung der Lese- und Schreibfähigkeiten bei einer Patientin mit Schlaganfall oder Demenz muss bestimmten Grundsätzen folgen, um valide und aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. Zu den wichtigsten Grundsätzen gehören: **1. Standardisierung:** Die Durchführung und Auswertung der Schriftabnahme sollte nach standardisierten Verfahren erfolgen, um Vergleichbarkeit und Objektivität zu gewährleisten. Häufig werden dazu etablierte neuropsychologische Testverfahren wie der Aachener Aphasie Test (AAT) oder der DemTect eingesetzt. **2. Individualisierung:** Die Tests sollten an die individuellen Fähigkeiten und Einschränkungen der Patientin angepasst werden (z.B. Berücksichtigung von Lähmungen, Seh- oder Hörstörungen). **3. Mehrdimensionalität:** Es sollten verschiedene Aspekte der Lese- und Schreibfähigkeit geprüft werden, z.B. - Nachschrift (Abschreiben von Wörtern/Sätzen) - Diktat (Schreiben nach Gehör) - Spontanes Schreiben (z.B. einen Satz formulieren) - Leseverständnis (Vorlesen und Verständnisfragen) - Benennen von Buchstaben und Wörtern **4. Fehleranalyse:** Nicht nur die Anzahl, sondern auch die Art der Fehler (z.B. Buchstabendreher, Auslassungen, semantische Fehler) sollte dokumentiert werden, um Rückschlüsse auf die zugrundeliegende Störung zu ermöglichen. **5. Dokumentation:** Alle Ergebnisse und Beobachtungen müssen sorgfältig dokumentiert werden, um den Verlauf beurteilen und ggf. therapeutische Maßnahmen ableiten zu können. **6. Berücksichtigung kognitiver und motorischer Einschränkungen:** Gerade bei Schlaganfall- oder Demenzpatientinnen ist es wichtig, motorische Einschränkungen (z.B. Lähmungen der Schreibhand) und kognitive Defizite (z.B. Aufmerksamkeitsstörungen) zu berücksichtigen und ggf. alternative Testmethoden (z.B. computergestützte Verfahren, Diktat mit Spracherkennung) einzusetzen. **7. Einhaltung ethischer Grundsätze:** Die Patientin muss über den Zweck und Ablauf der Untersuchung aufgeklärt werden und ihr Einverständnis geben. Die Würde und Privatsphäre sind zu wahren. **8. Interdisziplinäre Zusammenarbeit:** Die Ergebnisse sollten im Team (z.B. mit Logopäden, Ergotherapeuten, Ärzten) besprochen werden, um eine umfassende Beurteilung zu ermöglichen. **Fazit:** Eine medizinische Schriftabnahme bei Schlaganfall- oder Demenzpatientinnen muss strukturiert, individuell angepasst, umfassend und ethisch korrekt erfolgen, um die Lese- und Schreibfähigkeiten valide zu erfassen und therapeutische Maßnahmen ableiten zu können.
Ja, MRT-Befunde unterscheiden sich deutlich je nach Fragestellung und zugrundeliegender Erkrankung, also ob nach Metastasen (z.B. bei Tumorerkrankungen) oder nach demenzspezifischen Veränderungen... [mehr]
Nicht bei allen Demenzformen sind im MRT schon Jahre vor Symptombeginn Veränderungen sichtbar, und nicht alle Veränderungen sind im Standard-MRT, wie es etwa zur Metastasensuche verwendet wi... [mehr]
Beim Perfusions-CT (PCT) zur Abklärung eines Schlaganfalls (Stroke) bewegt sich der Tisch hin und her, weil während der Untersuchung wiederholt CT-Bilderelben Hirnregion aufgenommen werden m... [mehr]
Nach einem Schlaganfall besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Thrombose, insbesondere einer tiefen Venenthrombose (TVT) oder Lungenembolie. Die Thromboseprophylaxe ist daher... [mehr]
Beim Schlaganfall können verschiedene neurologische Ausfälle auftreten. Die Begriffe, die du nennst, beschreiben unterschiedliche Störungen, die nach einem Schlaganfall auftreten kö... [mehr]
Das „Puschel-Syndrom“ ist kein standardisierter medizinischer Begriff, wird aber im klinischen Alltag manchmal umgangssprachlich verwendet, um ein bestimmtes Verhalten bei Patienten mit ei... [mehr]