Gibt es Reblozyl-Therapien mit mehr als 3 Jahren Dauer?

Antwort

Reblozyl (Wirkstoff: Luspatercept) ist ein Medikament, das zur Behandlung bestimmter Formen der Anämie, insbesondere bei Erwachsenen mit β-Thalassämie oder myelodysplastischen Syndromen (MDS), eingesetzt wird. Die Zulassung und die meisten klinischen Studien beziehen sich auf Erwachsene. Bezüglich der Therapiedauer: In den veröffentlichten klinischen Studien und den Fachinformationen gibt es keine festgelegte maximale Therapiedauer für Reblozyl. Die Behandlung kann so lange fortgesetzt werden, wie ein klinischer Nutzen besteht und keine unvertretbaren Nebenwirkungen auftreten. Es gibt Berichte und Fallstudien, in denen Patientinnen und Patienten über mehrere Jahre (auch länger als 3 Jahre) mit Reblozyl behandelt wurden, insbesondere wenn die Therapie gut vertragen wurde und weiterhin wirksam war. Langzeitdaten (über 3 Jahre hinaus) sind jedoch noch begrenzt, da das Medikament erst seit 2020 in Europa zugelassen ist. Die Entscheidung über eine längere Therapie wird individuell vom behandelnden Arzt getroffen und hängt vom Ansprechen auf die Behandlung sowie von möglichen Nebenwirkungen ab. **Fazit:** Ja, es gibt Fälle, in denen Reblozyl-Therapien länger als 3 Jahre durchgeführt werden, sofern der Patient davon profitiert und keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auftreten. Die Langzeitsicherheit wird weiterhin beobachtet. Weitere Informationen findest du z.B. auf der [EMA-Seite zu Reblozyl](https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/reblozyl) oder in der [Fachinformation von Reblozyl](https://www.fachinfo.de/suche/fi/014113). Bei individuellen Fragen zur Therapie sollte immer der behandelnde Hämatologe oder Onkologe konsultiert werden.

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