Eine Sauerstoffsättigung (SpO₂) im Blut unter 90 % gilt in der Regel als medizinischer Notfall und wird als Hypoxämie bezeichnet. Werte zwischen 90 % und 94 % sind bereits kritisch und sollt... [mehr]
Ein niedriger pCO2-Wert (partieller Kohlendioxid-Druck) im Blut, auch als Hypokapnie bezeichnet, kann verschiedene physiologische Auswirkungen haben: 1. **Respiratorische Alkalose**: Ein niedriger pCO2-Wert führt zu einer Erhöhung des pH-Werts im Blut, was als respiratorische Alkalose bezeichnet wird. Dies geschieht, weil weniger Kohlendioxid im Blut bedeutet, dass weniger Kohlensäure gebildet wird, was den pH-Wert erhöht. 2. **Vasokonstriktion**: Hypokapnie kann zu einer Verengung der Blutgefäße (Vasokonstriktion) führen, insbesondere in den Gehirngefäßen. Dies kann die Durchblutung des Gehirns verringern und Symptome wie Schwindel, Benommenheit und in extremen Fällen Ohnmacht verursachen. 3. **Beeinträchtigte Sauerstoffabgabe**: Ein niedriger pCO2-Wert kann die Sauerstoffabgabe an das Gewebe beeinträchtigen, da die Bindung von Sauerstoff an Hämoglobin im Blut verstärkt wird (Bohr-Effekt). 4. **Neuromuskuläre Symptome**: Hypokapnie kann zu neuromuskulären Symptomen wie Muskelkrämpfen, Zittern und Parästhesien (Kribbeln oder Taubheitsgefühl) führen. 5. **Beeinträchtigte Kalziumionenkonzentration**: Ein niedriger pCO2-Wert kann die Konzentration von ionisiertem Kalzium im Blut senken, was zu Tetanie (unwillkürliche Muskelkontraktionen) führen kann. Hypokapnie tritt häufig bei Hyperventilation auf, bei der eine Person schneller und tiefer atmet als normal, was zu einem übermäßigen Verlust von Kohlendioxid führt. Es ist wichtig, die zugrunde liegende Ursache der Hypokapnie zu identifizieren und zu behandeln, um die physiologischen Auswirkungen zu minimieren.
Eine Sauerstoffsättigung (SpO₂) im Blut unter 90 % gilt in der Regel als medizinischer Notfall und wird als Hypoxämie bezeichnet. Werte zwischen 90 % und 94 % sind bereits kritisch und sollt... [mehr]
Lercanidipin ist ein Calciumkanalblocker, der zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt wird. Nach der oralen Einnah wird Lercanidipin relativ schnell aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. **Zeit b... [mehr]
Hämolyse bezeichnet die Auflösung oder Zerstörung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Dabei wird der rote Blutfarbstoff Hämoglobin aus den Zellen freigesetzt und gelangt... [mehr]
Eine Bluttransfusion ist ein medizinisches Verfahren, bei dem einem Patienten Blut oder Blutbestandteile (wie rote Blutkörperchen, Plasma oder Blutplättchen) über eine Vene verabreicht... [mehr]
Amlodin ist ein sogenannter Calciumkanalblocker, der zur Behandlung von Bluthochdruck und bestimmten Herzkrankheiten eingesetzt wird. Nach der Einnahme einer Tablette wird der Wirkstoff im Magen-Darm-... [mehr]
Der Wirkstoff von Opipramol (Opipramolhydrochlorid) ist nach oraler Einnahme in der Regel innerhalb von etwa 1 bis 2 Stunden im Blut nachweisbar. Die maximale Plasmakonzentration (Cmax) wird meist nac... [mehr]
Hämaturie bezeichnet das Vorhandensein von Blut im Urin. Es gibt zwei Hauptformen: 1. **Mikrohämaturie**: Das Blut ist mit bloßem Auge nicht sichtbar und wird nur unter dem Mikroskop... [mehr]
Antikoagulanzien sind Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen. Sie werden eingesetzt, um die Bildung von Blutgerinnseln (Thromben) zu verhindern oder zu behandeln. Antikoagulanzien kommen zum Beispi... [mehr]