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Welche Laborwerte sprechen für eine Nierenbeckenentzündung?
Antwort vomBei Verdacht auf eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) sind folgende Laborwerte und Befunde typisch bzw. werden häufig bestimmt: **1. Urinuntersuchung:** - **Leukozyturie:** Erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen im Urin. - **Bakteriurie:** Nachweis von Bakterien im Urin (mittels Urinkultur). - **Nitrit positiv:** Viele gramnegative Bakterien wandeln Nitrat zu Nitrit um. - **Hämaturie:** Blut im Urin (mikroskopisch oder makroskopisch). - **Proteinurie:** Eiweiß im Urin (meist geringgradig). **2. Blutuntersuchung:** - **Leukozytose:** Erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut. - **CRP (C-reaktives Protein):** Deutlich erhöht als Zeichen einer Entzündung. - **BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit):** Erhöht. - **Kreatinin und Harnstoff:** Zur Beurteilung der Nierenfunktion (können bei schwerem Verlauf erhöht sein). **3. Weitere mögliche Befunde:** - **Fieber:** Klinisch, nicht im Labor, aber häufiges Symptom. - **Blutkulturen:** Bei schwerem Verlauf oder Sepsisverdacht zum Nachweis von Bakteriämie. **Zusammengefasst:** Typisch sind Leukozyturie, Bakteriurie, erhöhte Entzündungswerte (CRP, Leukozyten), eventuell Hämaturie und Proteinurie. Bei schwerem Verlauf können Nierenfunktionswerte (Kreatinin, Harnstoff) erhöht sein. Weitere Informationen findest du z.B. bei [Amboss](https://www.amboss.com/de/wissen/Pyelonephritis) oder [Deximed](https://deximed.de/home/klinische-themen/infektiologie/krankheitsbilder/pyelonephritis/).
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