In welche Kategorien werden Zytostatika eingeteilt und wie wirken sie?

Antwort

Zytostatika, auch als Chemotherapeutika bekannt, werden in verschiedene Kategorien eingeteilt, basierend auf ihrer chemischen Struktur und ihrem Wirkmechanismus. Die wichtigsten Kategorien sind: 1. **Alkylanzien**: Diese Medikamente wirken, indem sie die DNA der Krebszellen schädigen und deren Teilung verhindern. Beispiele sind Cyclophosphamid und Ifosfamid. 2. **Antimetaboliten**: Sie ahmen natürliche Substanzen nach, die für die DNA-Synthese notwendig sind, und stören so den Zellzyklus. Beispiele sind Methotrexat und 5-Fluorouracil. 3. **Mitosehemmer**: Diese Zytostatika verhindern die Zellteilung, indem sie die Mikrotubuli, die für die Chromosomenbewegung während der Mitose verantwortlich sind, beeinträchtigen. Beispiele sind Vincristin und Paclitaxel. 4. **Topoisomerase-Hemmer**: Sie blockieren die Enzyme, die für die Entwindung der DNA während der Zellteilung notwendig sind. Beispiele sind Doxorubicin (Topoisomerase II-Hemmer) und Etoposid (Topoisomerase II-Hemmer). 5. **Platinverbindungen**: Diese Medikamente binden an die DNA und verursachen DNA-Schäden, die zur Apoptose führen. Beispiele sind Cisplatin und Carboplatin. Die Wirkung von Zytostatika beruht auf ihrer Fähigkeit, das Wachstum und die Teilung von Krebszellen zu hemmen. Sie greifen in verschiedene Phasen des Zellzyklus ein und können sowohl sich schnell teilende Zellen als auch solche, die sich langsamer teilen, angreifen. Allerdings können sie auch gesunde Zellen schädigen, was zu Nebenwirkungen führt.

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