Was ist das Guillain-Barré-Syndrom?

Antwort

Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist eine seltene, aber ernsthafte neurologische Erkrankung, bei der das Immunsystem die peripheren Nerven angreift. Typischerweise beginnt GBS mit Schwäche und Kribbeln in den Beinen, die sich oft auf die Arme und den Oberkörper ausbreiten. In schweren Fällen kann es zu Lähmungen kommen. **Ursachen:** Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Häufig tritt GBS nach Infektionen auf, zum Beispiel durch das Bakterium *Campylobacter jejuni*, aber auch nach Virusinfektionen (z.B. Grippe, Epstein-Barr-Virus) oder Impfungen. **Symptome:** - Kribbeln und Taubheitsgefühl in Händen und Füßen - Muskelschwäche, die sich oft schnell verschlimmert - Reflexverlust - In schweren Fällen: Atemnot, Herzrhythmusstörungen **Diagnose:** Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchung, Nervenleitgeschwindigkeitstests und Untersuchung des Nervenwassers (Liquor). **Behandlung:** GBS ist ein medizinischer Notfall. Die Behandlung erfolgt meist im Krankenhaus und umfasst: - Immunglobulin-Therapie (IVIG) oder Plasmapherese (Blutwäsche) - Überwachung der Atmung und Herzfunktion - Physiotherapie zur Rehabilitation **Prognose:** Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von Wochen bis Monaten, aber einige behalten langfristige Schäden zurück. In seltenen Fällen kann GBS tödlich verlaufen. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Neurologie](https://www.dgn.org/leitlinien/leitlinien-der-dgn/guillain-barre-syndrom-2019) oder auf [gesundheitsinformation.de](https://www.gesundheitsinformation.de/guillain-barre-syndrom.html).

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