Escitalopram: Seit 10 Tagen abends eingenommen – warum morgens starker Schwindel und Übelkeit?

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**Ja: Schwindel und Übelkeit nach 10 Tagen Escitalopram passen zu typischen Anfangsnebenwirkungen – stark ausgeprägt oder nur morgens spricht aber dafür, dass du das zeitnah ärztlich abklären solltest und die Dosis nicht eigenmächtig ändern oder absetzen darfst.** Übelkeit ist laut Fachinformation sehr häufig, Schwindel gehört ebenfalls zu den bekannten Nebenwirkungen; außerdem bessern sich viele Beschwerden oft erst nach einigen Wochen. ([fachinfo.de](https://www.fachinfo.de/fi/pdf/015062)) ## Was das konkret bedeutet Nach 10 Tagen bist du noch in der typischen Anfangsphase. Gerade bei SSRIs treten Übelkeit, Schwindel, Unruhe oder Müdigkeit oft zu Beginn auf und lassen dann nach. Dass es **morgens** besonders schlimm ist, kann daran liegen, dass du das Medikament abends nimmst und die Nebenwirkung bei dir in die Nacht bzw. den frühen Morgen fällt – das ist möglich, aber kein sicherer Beweis, dass nur der Einnahmezeitpunkt schuld ist. ([nhs.uk](https://www.nhs.uk/medicines/escitalopram/)) Wichtig ist die praktische Konsequenz: **Wenn der Schwindel stark ist, du kaum essen oder trinken kannst oder morgens unsicher auf den Beinen bist, ist das nicht einfach nur „unangenehm“, sondern ein Sturz- und Kreislaufrisiko.** In dem Fall sollte die verordnende Praxis zeitnah prüfen, ob Dosis, Einnahmezeitpunkt oder sogar das Präparat angepasst werden müssen. ([fachinfo.de](https://www.fachinfo.de/fi/pdf/015062)) ## Was du nicht selbst tun solltest Escitalopram sollte **nicht abrupt abgesetzt** werden. Ein plötzliches Absetzen kann selbst wieder Übelkeit und Schwindel auslösen oder verstärken. ([medlineplus.gov](https://medlineplus.gov/druginfo/meds/a603005.html)) Alkohol kann Nebenwirkungen verstärken. Wenn du aktuell morgens starken Schwindel hast, ist Alkohol besonders unklug. ([medlineplus.gov](https://medlineplus.gov/druginfo/meds/a603005.html)) ## Wann es dringend wird Sofort medizinisch abklären lassen solltest du es, wenn zusätzlich **Erbrechen, Ohnmachtsgefühl, Herzrasen, Verwirrtheit, starke Unruhe, Fieber, Zittern, Durchfall, Sehstörungen oder Schwellungen/Atemprobleme** dazukommen. Dann geht es nicht mehr nur um normale Anfangsnebenwirkungen. ([medlineplus.gov](https://medlineplus.gov/druginfo/meds/a603005.html)) ## Der wichtige Unterschied Leichte bis mäßige Übelkeit in den ersten 1–2 Wochen ist bei Escitalopram häufig. **Starker** Schwindel am Morgen ist der Punkt, der die Sache praktischer macht: Nicht „aushalten und hoffen“, sondern ärztlich rückmelden. Der häufigste Fehler ist, 2–3 Wochen zu warten, obwohl Essen, Trinken oder sicheres Aufstehen schon deutlich beeinträchtigt sind. ## Kurz gesagt Wahrscheinlich sind das **bekannte Anfangsnebenwirkungen von Escitalopram**, aber bei **starkem** morgendlichem Schwindel und Übelkeit nach 10 Tagen solltest du die verordnende Ärztin oder den Arzt **heute bzw. zeitnah** kontaktieren. **Nicht selbst absetzen.** ([fachinfo.de](https://www.fachinfo.de/fi/pdf/015062))

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