Welche Erkrankungen werden mit Störungen im Dopaminhaushalt in Zusammenhang gebracht?

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Störungen im Dopaminhaushalt werden mit verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Dazu gehören: 1. **Parkinson-Krankheit**: Diese neurodegenerative Erkrankung ist durch einen Mangel an Dopamin in bestimmten Gehirnregionen gekennzeichnet, was zu motorischen Symptomen wie Zittern, Steifheit und Bewegungsverlangsamung führt. 2. **Schizophrenie**: Hierbei wird eine Überaktivität des dopaminergen Systems in bestimmten Gehirnregionen vermutet, was zu Symptomen wie Halluzinationen und Wahnvorstellungen beitragen kann. 3. **Depression**: Ein Ungleichgewicht im Dopaminhaushalt kann zu Anhedonie (Verlust der Freude an normalerweise angenehmen Aktivitäten) und anderen depressiven Symptomen beitragen. 4. **Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)**: Störungen im Dopaminhaushalt werden mit den Aufmerksamkeits- und Impulsivitätsproblemen in Verbindung gebracht, die bei ADHS auftreten. 5. **Suchtverhalten**: Dopamin spielt eine zentrale Rolle im Belohnungssystem des Gehirns, und Störungen in diesem System können zur Entwicklung von Suchtverhalten beitragen. 6. **Bipolare Störung**: Schwankungen im Dopaminspiegel können mit den manischen und depressiven Phasen dieser Erkrankung in Verbindung stehen. Diese Liste ist nicht abschließend, aber sie umfasst einige der wichtigsten Erkrankungen, die mit Dopaminstörungen assoziiert sind.

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