Ein Duplex-Ultraschall ist eine Ultraschalluntersuchung, die nicht nur Strukturen zeigt, sondern gleichzeitig den Blutfluss in Gefäßen sichtbar und messbar macht. Dadurch erkennt man vor al...
Wenn der Durchmesser eines Gefäßes um 20% erhöht wird, wie steigt der Blutfluss?
Antwort vomDer Blutfluss in einem Gefäß ist stark abhängig vom Durchmesser des Gefäßes. Nach dem Hagen-Poiseuille-Gesetz, das den Blutfluss in einem Rohr beschreibt, ist der Volumenstrom (Q) proportional zur vierten Potenz des Radius (r) des Gefäßes: \[ Q \propto r^4 \] Wenn der Durchmesser (d) des Gefäßes um 20% erhöht wird, bedeutet das, dass der neue Durchmesser \( d' \) 1,2-mal den ursprünglichen Durchmesser \( d \) beträgt. Da der Radius die Hälfte des Durchmessers ist, wird der neue Radius \( r' \) ebenfalls 1,2-mal den ursprünglichen Radius \( r \) betragen: \[ r' = 1,2 \cdot r \] Der neue Blutfluss \( Q' \) kann dann wie folgt berechnet werden: \[ Q' \propto (r')^4 = (1,2 \cdot r)^4 = 1,2^4 \cdot r^4 \] Da \( Q \propto r^4 \), ergibt sich: \[ Q' = 1,2^4 \cdot Q \] \[ 1,2^4 = 2,0736 \] Das bedeutet, der Blutfluss steigt um den Faktor 2,0736, also um etwa 107,36%.