Woran orientiert sich der Preis für einen Genossenschaftsanteil in einer Wohnungsbaugesellschaft?

Antwort

Der Preis für einen Genossenschaftsanteil in einer Wohnungsbaugesellschaft orientiert sich in erster Linie an der jeweiligen Satzung der Genossenschaft. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind: 1. **Nominalwert des Anteils:** In der Satzung ist festgelegt, wie hoch der Wert eines einzelnen Genossenschaftsanteils ist (z. B. 500 €, 1.000 € oder ein anderer Betrag). 2. **Finanzierungsbedarf der Genossenschaft:** Der Anteilspreis kann sich auch daran orientieren, wie viel Eigenkapital die Genossenschaft für ihre Projekte benötigt. 3. **Wohnungsgröße und -art:** Oft ist die Anzahl der zu zeichnenden Anteile abhängig von der Größe oder dem Wert der Wohnung, die ein Mitglied nutzen möchte. Für größere Wohnungen müssen meist mehr Anteile gezeichnet werden. 4. **Gesetzliche Vorgaben:** Das Genossenschaftsgesetz (GenG) gibt einen rechtlichen Rahmen vor, lässt aber den Genossenschaften Spielraum bei der Festlegung der Anteile. 5. **Wirtschaftliche Situation der Genossenschaft:** In wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann es sein, dass die Genossenschaft höhere Anteile verlangt, um ihre Liquidität zu sichern. Der Preis ist also kein Marktpreis im klassischen Sinne, sondern ein satzungsgemäß festgelegter Wert, der regelmäßig von der Generalversammlung beschlossen oder angepasst werden kann. Weitere Informationen findest du beispielsweise beim [Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband](https://www.dgrv.de/) oder direkt bei der jeweiligen Wohnungsbaugenossenschaft.

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