Was ist primär biliäre Cholangitis?

Antwort

Die primär biliäre Cholangitis (PBC) ist eine chronische, autoimmune Erkrankung, die die kleinen Gallengänge in der Leber betrifft. Sie führt zu einer Entzündung und Zerstörung dieser Gallengänge, was schließlich zu einer Ansammlung von Gallensäuren in der Leber führt. Dies kann zu einer Schädigung des Lebergewebes und im fortgeschrittenen Stadium zu Leberzirrhose und Leberversagen führen. Die genauen Ursachen der PBC sind nicht vollständig verstanden, es wird jedoch angenommen, dass genetische und umweltbedingte Faktoren eine Rolle spielen. Die Erkrankung tritt häufiger bei Frauen mittleren Alters auf und kann mit anderen Autoimmunerkrankungen assoziiert sein. Typische Symptome sind Müdigkeit, Juckreiz, trockene Augen und Mund (Sicca-Syndrom) sowie Gelbsucht in fortgeschrittenen Fällen. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch Blutuntersuchungen, die erhöhte Leberwerte und spezifische Antikörper (z.B. antimitochondriale Antikörper) nachweisen. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, häufig mit Medikamenten wie Ursodeoxycholsäure. In schweren Fällen kann eine Lebertransplantation erforderlich sein.

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