Welche Tests führt ein Physiotherapeut bei Schulterschmerzen durch?

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Ein Physiotherapeut kann verschiedene Tests durchführen, um die Ursache von Schulterschmerzen zu diagnostizieren. Hier sind einige gängige Tests: 1. **Anamnese**: Zunächst wird eine ausführliche Befragung zur Krankengeschichte, den aktuellen Beschwerden und möglichen Auslösern durchgeführt. 2. **Inspektion und Palpation**: Die Schulter wird visuell inspiziert und abgetastet, um Schwellungen, Verfärbungen oder abnormale Strukturen zu erkennen. 3. **Beweglichkeitstests**: Die aktive und passive Beweglichkeit der Schulter wird überprüft, um Bewegungseinschränkungen festzustellen. 4. **Krafttests**: Die Muskelkraft der Schulter und angrenzender Muskulatur wird getestet, um Schwächen oder Ungleichgewichte zu identifizieren. 5. **Spezifische Tests**: - **Neer-Test**: Zur Diagnose eines Impingement-Syndroms. - **Hawkins-Kennedy-Test**: Ebenfalls zur Diagnose eines Impingement-Syndroms. - **Jobe-Test (Empty Can Test)**: Zur Überprüfung der Supraspinatussehne. - **O'Brien-Test**: Zur Diagnose von SLAP-Läsionen (Schädigungen des oberen Teils der Gelenklippe). - **Apprehension-Test**: Zur Überprüfung der Schulterstabilität und möglicher Luxationen. 6. **Funktions- und Haltungstests**: Analyse der Körperhaltung und Bewegungsmuster, um Fehlhaltungen oder -belastungen zu erkennen. Diese Tests helfen dem Physiotherapeuten, eine genaue Diagnose zu stellen und einen geeigneten Behandlungsplan zu entwickeln.

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