Sollte man Suizidgedanken beim ersten Termin in der Therapie ansprechen und wie macht man das am besten?

Antwort

Ja, Suizidgedanken solltest du möglichst frühzeitig in einer Therapie ansprechen – idealerweise bereits beim ersten Termin. Das ist wichtig, weil dein:e Therapeut:in so besser einschätzen kann, wie es dir geht, und gemeinsam mit dir passende Unterstützung und Strategien entwickeln kann. Suizidgedanken sind nichts, wofür du dich schämen musst, und Therapeut:innen sind darauf geschult, damit professionell und einfühlsam umzugehen. Wie du es ansprichst, hängt davon ab, womit du dich wohlfühlst. Du könntest zum Beispiel sagen: - „Ich habe in letzter Zeit immer wieder Gedanken daran, nicht mehr leben zu wollen.“ - „Mir geht es so schlecht, dass ich manchmal an Suizid denke.“ - „Ich weiß nicht, ob das hierher gehört, aber ich habe manchmal Gedanken daran, mir das Leben zu nehmen.“ Du musst nicht ins Detail gehen, wenn du das nicht möchtest. Wichtig ist, dass du es überhaupt erwähnst. So kann dein:e Therapeut:in dich bestmöglich unterstützen und gemeinsam mit dir Wege finden, damit umzugehen. Falls du dich akut in Gefahr fühlst, ist es wichtig, sofort Hilfe zu suchen – zum Beispiel bei einer Notfallnummer, einer psychiatrischen Klinik oder einer Vertrauensperson. In Deutschland erreichst du rund um die Uhr die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (https://www.telefonseelsorge.de/). Du bist mit diesen Gedanken nicht allein, und es gibt Hilfe.

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