Was ist die Meinung dazu, wenn ein PPMS-Erkrankter wegen Gefäßproblemen Statine einnehmen soll, sie aber nicht verträgt (Gehprobleme, Brain Fog, Muskelkrämpfe)?

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Das klingt nach einer **Unverträglichkeit/Nebenwirkung**, die man **nicht einfach „aushalten“** sollte – besonders, wenn **Gehfähigkeit eingeschränkt**, **starker „Brain Fog“** und **Muskelkrämpfe** auftreten. Unabhängig davon, ob PPMS vorliegt: Wenn ein Medikament „für die Gefäße“ solche Symptome auslöst, ist das ein **klarer Anlass für zeitnahe ärztliche Neubewertung** (Dosis, Präparatwechsel, Interaktionen, Elektrolyte/Nierenwerte, Blutdruck). Wichtige Einordnung: - **„Statine“** (falls du „Stadien“ meinst) können **Muskelschmerzen/-krämpfe, Schwäche** und selten ernstere Muskelprobleme verursachen; bei ausgeprägten Beschwerden wird typischerweise **CK (Kreatinkinase)** geprüft und das Vorgehen angepasst. - **Benommenheit/„Nebel“ und schlechteres Gehen** können auch durch **zu niedrigen Blutdruck**, **Wechselwirkungen** (z. B. mit Blutdruckmitteln, Beruhigungsmitteln, Schmerzmitteln), **Dehydrierung**, **Magnesium/Kalium-Störungen** oder **Infekte** verstärkt werden – bei PPMS kann das funktionell besonders stark durchschlagen. Was man praktisch daraus ableiten kann (ohne es selbst zu „basteln“): - **Nicht eigenmächtig weiterquälen**: ärztlich klären lassen, ob **Absetzen/Umstellen** medizinisch geboten ist. - Typische Alternativen je nach Ziel (LDL-Senkung/Gefäßschutz) sind z. B. **anderes Statin, niedrigere Dosis, intermittierende Gabe, Ezetimib, PCSK9-Hemmer** – das ist ärztliche Entscheidung nach Risiko/Nutzen. - **Sofort/Notfall**, wenn zusätzlich **dunkler Urin**, **starke generalisierte Muskelschmerzen**, **Fieber**, **Brustschmerz**, **Atemnot**, **neurologische Ausfälle** (z. B. neue Lähmung, Sprachstörung) auftreten. Das ist keine Diagnose, aber meine Meinung dazu ist klar: **Bei diesen Symptomen ist die aktuelle Medikation so nicht „verträglich“ und sollte zeitnah ärztlich überprüft und sehr wahrscheinlich angepasst werden.**

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