Können Medikamente die Sehkraft beeinträchtigen?

Antwort vom

Ja, es gibt verschiedene Medikamente, die negative Auswirkungen auf die Sehkraft haben können. Zu den bekanntesten gehören: - **Kortikosteroide** (z. B. Prednisolon): Können das Risiko für Katarakte (Grauer Star) und Glaukom (Grüner Star) erhöhen. - **Chloroquin und Hydroxychloroquin** (z. B. zur Behandlung von Malaria oder rheumatischen Erkrankungen): Können bei längerer Anwendung zu Netzhautschäden führen. - **Amiodaron** (ein Antiarrhythmikum): Kann Ablagerungen in der Hornhaut verursachen und Sehstörungen hervorrufen. - **Isotretinoin** (zur Aknebehandlung): Kann Nachtblindheit und trockene Augen verursachen. - **Viagra (Sildenafil)** und ähnliche Medikamente: Können vorübergehende Sehstörungen, Farbveränderungen oder in seltenen Fällen dauerhafte Schäden verursachen. - **Antihistaminika**: Können die Augen austrocknen und so das Sehen beeinträchtigen. Die Nebenwirkungen sind nicht bei jedem Menschen gleich und treten oft nur bei längerer oder hochdosierter Anwendung auf. Bei neuen oder ungewöhnlichen Sehstörungen während einer Medikamenteneinnahme sollte immer ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden. Weitere Informationen findest du beispielsweise auf [NetDoktor](https://www.netdoktor.de/medikamente/nebenwirkungen/augen/) oder [Apotheken Umschau](https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/augenkrankheiten/medikamente-und-sehstoerungen-727091.html).

Verwandte Fragen

Ist Kreatin in höherer Dosierung schädlich?

Nicht grundsätzlich – bei gesunden Erwachsenen gilt Kreatin in üblicher Dosierung meist als sicher. Typisch untersucht sind etwa 3–5 g täglich oder kurzzeitig eine Ladephase...