Welches Medikament wird zur chemischen Kastration verwendet?

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Bei der sogenannten chemischen Kastration werden Medikamente eingesetzt, die die Produktion von Sexualhormonen – insbesondere Testosteron – unterdrücken. Am häufigsten werden dabei sogenannte GnRH-Analoga (Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analoga) verwendet. Zu den in Deutschland und vielen anderen Ländern zugelassenen Wirkstoffen zählen: - **Leuprorelin** (z. B. [Leuprorelin-ratiopharm](https://www.ratiopharm.de/produkte/produkt/leuprorelin-ratiopharm-375-mg-depot-praeparat.html)) - **Goserelin** (z. B. [Zoladex](https://www.astrazeneca.de/medikamente/zoladex.html)) - **Triptorelin** (z. B. [Decapeptyl](https://www.ferring.de/produkte/decapeptyl/)) - **Buserelin** (z. B. [Suprefact](https://www.kohlpharma.com/produkte/suprefact.html)) Seltener werden sogenannte Antiandrogene wie **Cyproteronacetat** (z. B. [Androcur](https://www.bayer.de/de/produkte/androcur)) eingesetzt. Die Auswahl des Medikaments und die Dosierung hängen von der jeweiligen Indikation (z. B. Prostatakrebs, Sexualstraftäter, andere medizinische Gründe) und den individuellen Gegebenheiten ab. Die Behandlung sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.