Hüftarthrose (Coxarthrose) ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung des Hüftgelenks, bei der der Gelenkknorpel zunehmend abgebaut wird. Die Langzeitfolgen können vielfältig sein und hängen vom Schweregrad der Arthrose sowie von individuellen Faktoren ab. Zu den häufigsten Langzeitfolgen zählen: 1. **Chronische Schmerzen:** Mit fortschreitender Arthrose nehmen die Schmerzen meist zu, insbesondere bei Belastung, später auch in Ruhe und nachts. 2. **Bewegungseinschränkung:** Die Beweglichkeit des Hüftgelenks nimmt ab, was alltägliche Aktivitäten wie Gehen, Treppensteigen oder Anziehen erschwert. 3. **Muskelschwund (Muskelatrophie):** Durch die Schonhaltung und verminderte Bewegung kann es zu einem Abbau der umliegenden Muskulatur kommen. 4. **Fehlstellungen:** Es können Fehlhaltungen und Fehlstellungen des Beckens oder der Wirbelsäule entstehen, was wiederum zu weiteren Beschwerden führen kann (z.B. Rückenschmerzen). 5. **Gelenkdeformierung:** Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu sichtbaren Veränderungen und Verformungen des Hüftgelenks kommen. 6. **Verkürzung des Beins:** Durch den Knorpel- und Knochenabbau kann das betroffene Bein kürzer werden. 7. **Verminderte Lebensqualität:** Die genannten Einschränkungen führen oft zu einer deutlichen Reduktion der Lebensqualität und können auch psychische Folgen wie Depressionen oder soziale Isolation nach sich ziehen. 8. **Erhöhtes Sturzrisiko:** Durch Schmerzen, Instabilität und Bewegungseinschränkung steigt das Risiko für Stürze und damit auch für Knochenbrüche. 9. **Notwendigkeit eines Gelenkersatzes:** In vielen Fällen ist im fortgeschrittenen Stadium ein künstlicher Hüftgelenkersatz (Endoprothese) erforderlich. Eine frühzeitige Behandlung und gezielte Maßnahmen (z.B. Physiotherapie, Gewichtsreduktion, Schmerztherapie) können helfen, das Fortschreiten der Arthrose zu verlangsamen und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.