Warum leidet der Körper nach der Menopause durch Hormonverlust und was hilft dagegen?

Antwort

Nach der Menopause sinken die Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone, insbesondere Östrogen und Progesteron, deutlich ab. Diese hormonellen Veränderungen können vielfältige Auswirkungen auf den Körper haben, die von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Häufige Beschwerden und Veränderungen sind: - **Hitzewallungen und Schweißausbrüche** - **Schlafstörungen** - **Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen** - **Trockene Haut und Schleimhäute (z.B. Scheidentrockenheit)** - **Knochenschwund (Osteoporose)** - **Zunahme von Bauchfett und Veränderungen im Stoffwechsel** - **Herz-Kreislauf-Risiko steigt** - **Verminderte Muskelmasse und Kraft** Der Begriff „Wrack“ ist zwar drastisch, aber viele Frauen empfinden die Veränderungen als gravierend. Die gute Nachricht: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. **Was kann man tun?** 1. **Gesunde Lebensweise:** - Ausgewogene Ernährung (viel Gemüse, Obst, Kalzium, Vitamin D) - Regelmäßige Bewegung (Kraft- und Ausdauertraining) - Ausreichend Schlaf und Stressabbau 2. **Medizinische Unterstützung:** - Hormontherapie (HRT) kann bei starken Beschwerden helfen, ist aber individuell abzuwägen und sollte mit einer Ärztin/einem Arzt besprochen werden. - Pflanzliche Präparate (z.B. mit Soja-Isoflavonen, Traubensilberkerze) können leichte Beschwerden lindern. 3. **Knochengesundheit:** - Knochendichte messen lassen - Kalzium- und Vitamin-D-Zufuhr sicherstellen 4. **Haut- und Schleimhautpflege:** - Feuchtigkeitsspendende Cremes und Gels - Bei Scheidentrockenheit spezielle Präparate aus der Apotheke 5. **Psychische Gesundheit:** - Austausch mit anderen Betroffenen (Selbsthilfegruppen) - Bei Bedarf psychologische Unterstützung 6. **Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen:** - Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Krebs Jede Frau erlebt die Menopause anders. Es ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und sich bei Bedarf ärztlichen Rat zu holen. Ein gesunder Lebensstil und gezielte Maßnahmen können helfen, die Beschwerden zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern.

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