Kaffee „zieht“ dem Körper bei normalem Konsum keine relevante Flüssigkeit. Koffein wirkt zwar leicht harntreibend, aber der Flüssigkeitsanteil im Kaffee gleicht das in der Regel aus; bei Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, ist dieser Effekt zudem deutlich geringer. Für die Nieren ist Kaffee bei gesunden Erwachsenen in üblichen Mengen meist nicht schädlich. Er erhöht nicht automatisch das Risiko für Nierenschäden; bei vielen Menschen ist moderater Konsum unproblematisch. Einschränkungen, bei denen Kaffee eher ungünstig sein kann: - **Bestehende Nierenerkrankung (z. B. chronische Niereninsuffizienz)**: Koffein kann Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen; hoher Blutdruck belastet die Nieren. - **Schlecht eingestellter Bluthochdruck**: viel Koffein kann den Blutdruck zusätzlich anheben. - **Neigung zu Nierensteinen**: je nach Steinart und Ernährung kann Kaffee neutral bis teils günstig sein, entscheidender ist aber insgesamt genug zu trinken. Praktisch: **2–4 Tassen/Tag** sind für die meisten gesunden Menschen okay; wichtig ist, insgesamt ausreichend zu trinken (Urin hellgelb). Bei bekannter Nierenerkrankung oder starkem Bluthochdruck ist „viel Kaffee“ eher zu vermeiden.