Wie wurde das Wissen der Antike in der Renaissance wiederentdeckt?

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Das Wissen der Antike wurde in der Renaissance durch mehrere Faktoren wiederentdeckt: 1. **Wiederentdeckung antiker Manuskripte**: Viele antike Texte wurden in Klöstern und Bibliotheken des Mittelalters aufbewahrt. Gelehrte der Renaissance, wie Petrarca und Boccaccio, suchten aktiv nach diesen Manuskripten und machten sie wieder zugänglich. 2. **Fall von Konstantinopel (1453)**: Der Fall von Konstantinopel führte zur Flucht vieler byzantinischer Gelehrter nach Westen, die wertvolle griechische Manuskripte mitbrachten und das Wissen der Antike in Europa verbreiteten. 3. **Humanismus**: Die humanistische Bewegung legte großen Wert auf das Studium der klassischen Literatur, Philosophie und Wissenschaften. Humanisten wie Erasmus von Rotterdam und Lorenzo Valla förderten das Studium antiker Texte und deren Übersetzung. 4. **Druckerpresse**: Die Erfindung der Druckerpresse durch Johannes Gutenberg um 1440 ermöglichte die massenhafte Verbreitung von Büchern und Manuskripten, einschließlich der Werke der Antike. 5. **Mäzenatentum**: Wohlhabende Familien und Herrscher, wie die Medici in Florenz, förderten die Künste und Wissenschaften und unterstützten Gelehrte, die sich mit antiken Texten beschäftigten. Diese Faktoren trugen dazu bei, dass das Wissen der Antike in der Renaissance wiederentdeckt und weiterentwickelt wurde.

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