Manche sehen die Aufklärung als koloniales Projekt, weil viele ihrer zentralen Ideen und Praktiken eng mit der europäischen Expansion, Kolonialisierung und der damit verbundenen Unterdrü... [mehr]
Mandatsgebiete waren Territorien, die nach dem Ersten Weltkrieg unter die Verwaltung von Mitgliedern des Völkerbundes gestellt wurden. Diese Gebiete wurden zuvor von den Mittelmächten, hauptsächlich dem Deutschen Reich und dem Osmanischen Reich, kontrolliert. Der Völkerbund verteilte diese Gebiete an verschiedene Siegermächte des Ersten Weltkriegs, die sie im Namen des Völkerbundes verwalten sollten, bis die Gebiete in der Lage waren, selbstständig zu regieren. Die Mandatsgebiete wurden in drei Klassen unterteilt: 1. **Klasse A**: Gebiete, die als am weitesten entwickelt galten und denen eine relativ kurze Zeit bis zur Unabhängigkeit prognostiziert wurde. Beispiele sind der Irak und Palästina (einschließlich des heutigen Israel und Jordanien). 2. **Klasse B**: Gebiete, die als weniger entwickelt galten und eine längere Zeit der Verwaltung benötigten. Beispiele sind Tanganjika (heute Teil von Tansania) und Kamerun. 3. **Klasse C**: Gebiete, die als am wenigsten entwickelt galten und oft als integraler Bestandteil des Mandatslandes betrachtet wurden. Beispiele sind Südwestafrika (heute Namibia) und Nauru. Diese Mandate wurden später durch das Treuhandsystem der Vereinten Nationen ersetzt, als der Völkerbund nach dem Zweiten Weltkrieg aufgelöst wurde.
Manche sehen die Aufklärung als koloniales Projekt, weil viele ihrer zentralen Ideen und Praktiken eng mit der europäischen Expansion, Kolonialisierung und der damit verbundenen Unterdrü... [mehr]