Albert Einstein äußerte sich mehrfach kritisch zu Krieg und Propaganda. Er war überzeugter Pazifist (zumindest in großen Teilen seines Lebens) und warnte immer wieder vor den Gef... [mehr]
Das Vorgehen der deutschen Armee im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 unterschied sich in mehreren wesentlichen Punkten vom Vorgehen im Jahr 1914 zu Beginn des Ersten Weltkriegs: **1. Strategie und Kriegsziel:** - **1870/71:** Das Ziel war ein schneller, entscheidender Sieg über Frankreich, um die deutsche Einigung unter preußischer Führung zu vollenden. Die Strategie setzte auf schnelle Mobilisierung, konzentrierte Truppenbewegungen und die Einkesselung französischer Armeen (z.B. bei Sedan). - **1914:** Das Ziel war ein Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland. Der Schlieffen-Plan sah einen schnellen Durchmarsch durch Belgien und Nordfrankreich vor, um Frankreich rasch zu besiegen, bevor sich Russland mobilisieren konnte. **2. Mobilisierung und Eisenbahn:** - **1870/71:** Die preußische Armee nutzte erstmals systematisch das Eisenbahnnetz zur schnellen Mobilisierung und Truppenverlegung, was einen Überraschungseffekt ermöglichte. - **1914:** Die Eisenbahnlogistik war noch ausgefeilter, aber auch die Gegner hatten dazugelernt. Die Mobilisierung war komplexer, da mehrere Fronten und größere Truppenmassen bewegt werden mussten. **3. Taktik und Gefechtsführung:** - **1870/71:** Die Gefechte waren noch stark von Bewegung geprägt. Es gab große Schlachten mit massierten Infanterie- und Artillerieeinsätzen, aber die Feuerkraft war begrenzt. - **1914:** Die Feuerkraft war durch Maschinengewehre und moderne Artillerie enorm gestiegen. Die deutschen Truppen stießen nach anfänglichen Erfolgen auf massiven Widerstand, was schnell zum Stellungskrieg führte. **4. Kriegsführung gegenüber der Zivilbevölkerung:** - **1870/71:** Die Kämpfe fanden überwiegend zwischen regulären Armeen statt, mit vergleichsweise wenigen Übergriffen auf Zivilisten. - **1914:** Der Durchmarsch durch Belgien führte zu massiven Übergriffen auf die Zivilbevölkerung („Schrecken von Löwen“), was international Empörung auslöste. **5. Internationaler Kontext:** - **1870/71:** Der Krieg war ein regionaler Konflikt zwischen zwei Staaten. - **1914:** Der Krieg war von Anfang an ein Weltkrieg mit vielen beteiligten Nationen und globalen Auswirkungen. **Fazit:** 1870/71 war der Krieg von Bewegung, Überraschung und schnellen Siegen geprägt, während 1914 die deutsche Armee mit moderneren Waffen, komplexeren Plänen und einem vielschichtigen internationalen Umfeld konfrontiert war, was letztlich zum Scheitern des schnellen Sieges und zum Stellungskrieg führte.
Albert Einstein äußerte sich mehrfach kritisch zu Krieg und Propaganda. Er war überzeugter Pazifist (zumindest in großen Teilen seines Lebens) und warnte immer wieder vor den Gef... [mehr]
Während eines Krieges, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs, hatte die deutsche Bevölkerung mit vielfältigen und gravierenden Auswirkungen zu kämpfen: 1. **Zerstö... [mehr]
Die Frage, ob Wilhelm II. den Ersten Weltkrieg als Ziel hatte, ist unter Historikern umstritten und komplex. Wilhelm II., der letzte Deutsche Kaiser und König von Preußen, regierte von 1888... [mehr]
Einen „deutsch-deutschen Krieg“ im klassischen Sinne eines bewaffneten Konflikts zwischen zwei deutschen Staaten hat es in der Geschichte nicht gegeben. Der Begriff wird manchmal umgangssp... [mehr]