Wem gab Gustav Stresemann die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs?

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Gustav Stresemann sah die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht ausschließlich bei Deutschland. In seinen politischen Reden und Schriften betonte er, dass die Verantwortung für den Kriegsausbruch auf mehrere europäische Mächte verteilt sei. Stresemann vertrat die Auffassung, dass das internationale Bündnissystem, das Wettrüsten und die politischen Spannungen zwischen den Großmächten insgesamt zum Krieg geführt hätten. Er lehnte die im Versailler Vertrag festgelegte „Alleinschuld“ Deutschlands (Artikel 231) ab und setzte sich in seiner Zeit als Außenminister der Weimarer Republik (1923–1929) für eine Revision dieser Schuldzuweisung ein. Stresemann argumentierte, dass auch andere Staaten wie Russland, Frankreich und Großbritannien durch ihre Politik und Entscheidungen zum Ausbruch des Krieges beigetragen hätten. Zusammengefasst: Für Gustav Stresemann lag die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges nicht allein bei Deutschland, sondern bei allen beteiligten Großmächten Europas.

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