Woran erkennt man die Sexualfreundlichkeit des Nationalsozialismus?

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Die Sexualpolitik des Nationalsozialismus war komplex und widersprüchlich. Einerseits propagierte das Regime eine konservative Sexualmoral, die auf die Stärkung der "arischen" Familie und die Erhöhung der Geburtenrate abzielte. Andererseits gab es auch Aspekte, die als sexualfreundlich interpretiert werden könnten: 1. **Förderung der Geburtenrate**: Die Nationalsozialisten förderten die Geburtenrate durch verschiedene Maßnahmen, wie z.B. finanzielle Anreize für kinderreiche Familien und die Einführung des Mutterkreuzes. 2. **Lebensborn-Programm**: Dieses Programm wurde ins Leben gerufen, um "rassisch wertvolle" Kinder zu fördern. Unverheiratete Frauen wurden ermutigt, Kinder von SS-Männern zu bekommen, was eine gewisse Liberalisierung der Sexualmoral in diesem spezifischen Kontext darstellte. 3. **Jugendorganisationen**: In den Hitlerjugend- und Bund Deutscher Mädel-Organisationen wurde die Sexualität der Jugendlichen teilweise offen thematisiert und in den Dienst der nationalsozialistischen Ideologie gestellt. 4. **Eugenik und Rassenhygiene**: Die Nationalsozialisten förderten die Fortpflanzung "rassisch wertvoller" Menschen und setzten dabei auch auf eine gewisse sexuelle Freiheit innerhalb dieser Gruppe, während sie gleichzeitig andere Gruppen wie Homosexuelle, Behinderte und "rassisch Minderwertige" verfolgten und deren Fortpflanzung unterbanden. Diese Aspekte zeigen, dass die Sexualpolitik des Nationalsozialismus sowohl restriktive als auch permissive Elemente hatte, je nachdem, ob sie den ideologischen Zielen des Regimes dienlich waren.

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