Ja, das kann man so sagen. Im Mittelalter war die Art der Kleidung stark durch die jeweilige Gesellschaftsschicht vorgeschrieben und geregelt. Es gab sogenannte Kleiderordnungen (auch „Kleiderge... [mehr]
In Deutschland wurden Menschen vor allem im Mittelalter und in der frühen Neuzeit öffentlich zur Schau gestellt. Diese Praxis war Teil der sogenannten Ehrenstrafen oder Schandstrafen und diente dazu, die Bestraften öffentlich zu demütigen und abzuschrecken. **Zeitraum:** Die öffentliche Zurschaustellung war besonders zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert verbreitet. Mit der Aufklärung und Reformen im 18. und 19. Jahrhundert wurden diese Strafen nach und nach abgeschafft. **Formen der öffentlichen Zurschaustellung:** - **Pranger:** Der Verurteilte wurde an einen Pranger (eine Art Holzgestell) gestellt, oft auf dem Marktplatz, wo er für eine bestimmte Zeit den Blicken und dem Spott der Öffentlichkeit ausgesetzt war. - **Schandpfahl oder Schandsäule:** Ähnlich wie der Pranger, aber oft mit zusätzlichen Schildern, die das Vergehen nannten. - **Schandmasken:** Masken, die das Vergehen symbolisierten, mussten getragen werden. - **Karrenfahren:** Der Verurteilte wurde auf einem Wagen durch die Stadt gefahren. **Gründe für die öffentliche Zurschaustellung:** - Diebstahl - Betrug - Ehebruch - kleinere Vergehen wie Beleidigung, Trunkenheit oder Ungehorsam - Verstöße gegen die öffentliche Ordnung **Ziel:** Die Strafe sollte abschrecken, die Ehre des Täters beschädigen und die gesellschaftliche Ordnung stärken. **Abschaffung:** Mit dem Aufkommen moderner Strafrechtssysteme und einem veränderten Verständnis von Menschenwürde wurden diese Strafen im 19. Jahrhundert weitgehend abgeschafft. Weitere Informationen findest du z.B. im [Deutschen Historischen Museum](https://www.dhm.de/lemo/kapitel/aufklaerung-und-revolution/alltagsleben/justiz.html).
Ja, das kann man so sagen. Im Mittelalter war die Art der Kleidung stark durch die jeweilige Gesellschaftsschicht vorgeschrieben und geregelt. Es gab sogenannte Kleiderordnungen (auch „Kleiderge... [mehr]
Ja, das kann man so sagen. Im Mittelalter war die Art der Kleidung stark durch die jeweilige Gesellschaftsschicht vorgeschrieben und geregelt. Es gab sogenannte Kleiderordnungen, die genau festlegten,... [mehr]
Im europäischen Mittelalter war die offizielle Haltung gegenüber homosexuellen Beziehungen meist ablehnend, insbesondere durch die Kirche und das kanonische Recht. Dennoch gab es Milieus und... [mehr]
Die Aussage, dass der mittelalterliche Landesausbau ein permanenter Kampf mit sinkenden Grenzerträgen war, trifft in vielerlei Hinsicht zu, muss aber differenziert betrachtet werden. Im Hochmitt... [mehr]
Lyon spielte im Mittelalter eine bedeutende Rolle, sowohl politisch als auch wirtschaftlich und religiös: 1. **Religiöses Zentrum:** Lyon war ein wichtiges kirchliches Zentrum. Bereits seit... [mehr]
Eine Pfalz ist ursprünglich eine befestigte Residenz oder ein Herrschaftssitz eines Königs oder Kaisers im Mittelalter, insbesondere im Heiligen Römischen Reich. Der Begriff stammt vom... [mehr]
Die These, dass Karl der Große (Charlemagne) gar nicht existiert habe, ist eine sogenannte „Phantomzeit-Hypothese“. Diese wurde vor allem vom deutschen Publizisten Heribert Illig in... [mehr]
Ein Komturorden ist ein Ritterorden, bei dem der Titel „Komtur“ (von lateinisch „commendator“ = Verwalter, Befehlshaber) eine bestimmte Rangstufe innerhalb des Ordens bezeichne... [mehr]
Beim sogenannten Kinderkreuzzug von 1212 handelt es sich um ein historisch umstrittenes Ereignis, das von zwei großen Gruppen von Kindern und Jugendlichen aus Frankreich und Deutschland berichte... [mehr]
Die sogenannten Kinderkreuzzüge waren zwei große, aber historisch schwer fassbare Bewegungen im Jahr 1212, bei denen sich Tausende Kinder und Jugendliche aus Frankreich und Deutschland auf... [mehr]