Wie viel Kohle bezog die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs von Deutschland?

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Während des Zweiten Weltkriegs war die Schweiz stark auf Kohleimporte angewiesen, da sie selbst kaum über Kohlevorkommen verfügt. Deutschland war dabei der wichtigste Lieferant. Zwischen 1939 und 1945 bezog die Schweiz insgesamt etwa **10 Millionen Tonnen Kohle** aus Deutschland. Der jährliche Import schwankte je nach Kriegsverlauf und politischer Lage, lag aber im Durchschnitt bei etwa 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr. In manchen Jahren, insbesondere 1944, gingen die Lieferungen aufgrund der Kriegslage deutlich zurück. Quellen und weitere Informationen: - [Dodis – Diplomatische Dokumente der Schweiz: Kohleversorgung im Zweiten Weltkrieg](https://dodis.ch/1907) - [Historisches Lexikon der Schweiz: Kohle](https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/016382/2011-11-29/) - [Schweizerische Nationalbibliothek: Die Schweiz im Zweiten Weltkrieg](https://www.nb.admin.ch/snl/de/home/ueber-uns/ns-zeit/schweiz-im-zweiten-weltkrieg.html) Die Kohleimporte waren für die Schweizer Wirtschaft und Energieversorgung während des Krieges von existenzieller Bedeutung.

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