Warum wurden die Juden um 70 nach Christus vertrieben?

Antwort

Die Vertreibung der Juden um 70 nach Christus war das Ergebnis des Jüdischen Krieges gegen das Römische Reich, der von 66 bis 73 n. Chr. dauerte. Der Krieg begann aufgrund von Spannungen zwischen der jüdischen Bevölkerung und der römischen Besatzungsmacht, die durch hohe Steuern, religiöse Unterdrückung und politische Unruhen verschärft wurden. Im Jahr 70 n. Chr. eroberten die Römer unter der Führung von Titus Jerusalem und zerstörten den Zweiten Tempel, das zentrale Heiligtum des Judentums. Diese Zerstörung war ein entscheidender Moment in der jüdischen Geschichte und führte zu einer massiven Vertreibung und Zerstreuung der jüdischen Bevölkerung. Viele Juden wurden getötet, versklavt oder flohen in andere Teile des Römischen Reiches und darüber hinaus. Die Vertreibung und die Zerstörung des Tempels markierten den Beginn der sogenannten Diaspora, in der Juden über viele Jahrhunderte hinweg in verschiedenen Teilen der Welt lebten, oft unter schwierigen Bedingungen und ohne einen eigenen Staat.

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