Welche Gesetze im Nationalsozialismus diskriminierten Juden?

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Im Nationalsozialismus gab es zahlreiche Gesetze und Verordnungen, die zur Diskriminierung und Verfolgung von Juden führten. Einige der wichtigsten sind: 1. **Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums (1933)**: Dieses Gesetz ermöglichte die Entlassung jüdischer Beamter aus dem Staatsdienst. 2. **Nürnberger Gesetze (1935)**: Diese setzten sich aus dem "Reichsbürgergesetz" und dem "Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" zusammen. Sie definierten, wer als Jude galt, und verboten Eheschließungen sowie außereheliche Beziehungen zwischen Juden und "Ariern". 3. **Reichsbürgergesetz (1935)**: Dieses Gesetz entzog Juden die deutsche Staatsbürgerschaft und reduzierte sie zu "Staatsangehörigen". 4. **Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (1938)**: Juden mussten zusätzliche Vornamen annehmen – Männer den Namen "Israel" und Frauen den Namen "Sara". 5. **Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben (1938)**: Diese Verordnung verbot Juden, Geschäfte zu betreiben und bestimmte Berufe auszuüben. 6. **Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden (1938)**: Juden mussten ihr gesamtes Vermögen registrieren lassen, was später zur Enteignung führte. Diese Gesetze und Verordnungen waren Teil eines umfassenden Systems der Diskriminierung, das schließlich in den Holocaust mündete.

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