Werden Zinseinkünfte von 70 Euro jährlich auf die Grundsicherung im Alter oder Sozialhilfe angerechnet?

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Zinseinkünfte von 70 Euro jährlich gelten als Einkommen und müssen bei Bezug von Grundsicherung im Alter oder Sozialhilfe grundsätzlich angegeben werden. Allerdings gibt es einen sogenannten **Freibetrag für kleine Einkommen aus Kapitalvermögen**. Für Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (§ 82 SGB XII) sowie Sozialhilfe gilt seit 2023 ein **Freibetrag von 100 Euro jährlich** für Zinsen und andere Einkünfte aus Kapitalvermögen. Das bedeutet: Zinseinkünfte bis zu 100 Euro pro Jahr werden **nicht** auf die Grundsicherung oder Sozialhilfe angerechnet. Deine Zinseinkünfte von 70 Euro jährlich liegen also **unterhalb dieses Freibetrags** und werden nicht als Einkommen berücksichtigt. Sie haben somit **keinen Einfluss** auf die Höhe deiner Grundsicherung oder Sozialhilfe. **Wichtig:** Die Zinseinkünfte müssen trotzdem dem Sozialamt gemeldet werden, auch wenn sie unter dem Freibetrag liegen. Weitere Informationen findest du z. B. beim [Bundesministerium für Arbeit und Soziales](https://www.bmas.de/DE/Arbeit/Soziale-Sicherung/Grundsicherung-im-Alter/grundsicherung-im-alter.html).

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