Ist Kokosblütenzucker eine Alternative für Diabetiker?

Antwort

Kokosblütenzucker wird oft als „gesündere“ Zuckeralternative beworben, auch für Diabetiker. Allerdings ist diese Einschätzung mit Vorsicht zu genießen: **Glykämischer Index (GI):** Kokosblütenzucker hat einen etwas niedrigeren glykämischen Index (GI) als herkömmlicher Haushaltszucker (Saccharose). Während Haushaltszucker einen GI von etwa 65 hat, liegt der GI von Kokosblütenzucker bei etwa 35–54. Das bedeutet, er lässt den Blutzuckerspiegel etwas langsamer ansteigen, aber nicht unerheblich. **Kohlenhydratgehalt:** Kokosblütenzucker besteht zu etwa 80–90 % aus Saccharose, Glukose und Fruktose – also aus den gleichen Zuckerarten wie normaler Zucker. Die Wirkung auf den Blutzucker ist daher ähnlich. **Für Diabetiker:** Auch wenn der GI etwas niedriger ist, bleibt Kokosblütenzucker ein Zucker und kann den Blutzuckerspiegel erhöhen. Für Diabetiker ist er daher **keine wirklich geeignete Alternative** zu anderen Zuckerarten. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft und andere Fachgesellschaften empfehlen, auch bei Kokosblütenzucker auf den Konsum zu achten und ihn nur in sehr kleinen Mengen zu verwenden. **Fazit:** Kokosblütenzucker ist für Diabetiker **keine sichere oder empfohlene Alternative** zu herkömmlichem Zucker. Geeigneter sind Zuckeraustauschstoffe wie Erythrit oder Stevia, die den Blutzucker kaum beeinflussen. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Deutschen Diabetes Gesellschaft](https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/home).

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