Unterschiedliche Säurestärke von Ethanol, Ethansäure und Phenol.

Antwort

Die Säurestärke von Verbindungen wie Ethanol, Ethansäure und Phenol hängt von der Stabilität des resultierenden Anions nach der Protonenabgabe ab. 1. **Ethanol (C2H5OH)**: Ethanol ist eine sehr schwache Säure. Nach der Abgabe eines Protons entsteht das Ethanolat-Anion (C2H5O⁻), das relativ instabil ist, da es keine besondere Stabilisierung durch Resonanz oder Elektronegativität erfährt. 2. **Ethansäure (CH3COOH)**: Ethansäure ist eine stärkere Säure als Ethanol. Nach der Protonenabgabe bildet sich das Acetat-Anion (CH3COO⁻), das durch Resonanz stabilisiert wird. Die negative Ladung kann auf die beiden Sauerstoffatome verteilt werden, was die Stabilität des Anions erhöht und somit die Säurestärke der Ethansäure erhöht. 3. **Phenol (C6H5OH)**: Phenol ist ebenfalls eine schwächere Säure als Ethansäure, aber stärker als Ethanol. Nach der Abgabe eines Protons entsteht das Phenolat-Anion (C6H5O⁻), das durch Resonanz stabilisiert wird. Die negative Ladung kann über den aromatischen Ring verteilt werden, was die Stabilität des Anions erhöht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Säurestärke in der Reihenfolge von schwach zu stark wie folgt ist: Ethanol < Phenol < Ethansäure. Die Stabilität der Anionen durch Resonanz ist der entscheidende Faktor für die unterschiedliche Säurestärke.

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