Wenn zwei RNA-Stränge sogenannte „Nasenlängen“ (also Schleifen oder Loops, wie sie z.B. bei Haarnadelstrukturen vorkommen) bilden, sind die Stränge in den doppelsträngi... [mehr]
RNA-Interferenz (RNAi) ist ein biologischer Prozess, der die Genexpression reguliert und die Aktivität von Genen durch die Zerstörung spezifischer mRNA-Moleküle hemmt. Dieser Mechanismus spielt eine entscheidende Rolle in der zellulären Abwehr gegen Viren und in der Regulierung von Genen während der Entwicklung und Differenzierung. Es gibt zwei Haupttypen von kleinen RNA-Molekülen, die an der RNA-Interferenz beteiligt sind: siRNA (small interfering RNA) und miRNA (microRNA). 1. **siRNA (small interfering RNA)**: - siRNAs sind in der Regel 20-25 Nukleotide lang und entstehen aus langen doppelsträngigen RNA-Molekülen, die durch Enzyme wie Dicer geschnitten werden. - Sie binden spezifisch an komplementäre mRNA-Moleküle und führen zu deren Abbau, was die Translation des entsprechenden Proteins verhindert. - Beispiel: In der Forschung werden siRNAs häufig verwendet, um gezielt Gene in Zellen auszuschalten, um deren Funktion zu untersuchen. 2. **miRNA (microRNA)**: - miRNAs sind ebenfalls kleine RNA-Moleküle, die aus prä-miRNA-Vorstufen entstehen und in der Regel eine Länge von etwa 22 Nukleotiden haben. - Sie binden an mRNA-Moleküle, jedoch oft nicht perfekt komplementär, was zu einer Hemmung der Translation oder zu einem Abbau der mRNA führen kann. - Beispiel: miRNAs sind an der Regulierung vieler biologischer Prozesse beteiligt, wie z.B. Zellproliferation, Differenzierung und Apoptose. Ein bekanntes Beispiel ist die miRNA-21, die in vielen Krebsarten überexprimiert ist und zur Tumorprogression beiträgt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass siRNAs vor allem für die gezielte Zerstörung von mRNA verwendet werden, während miRNAs eine breitere Rolle in der posttranskriptionalen Regulation der Genexpression spielen.
Wenn zwei RNA-Stränge sogenannte „Nasenlängen“ (also Schleifen oder Loops, wie sie z.B. bei Haarnadelstrukturen vorkommen) bilden, sind die Stränge in den doppelsträngi... [mehr]
Ja, RNA und DNA unterscheiden sich am 2'-C-Atom des Zuckers, nicht am 3'-C-Atom. **Unterschied:** - In der **DNA** befindet sich am 2'-C-Atom des Zuckers (Desoxyribose) ein Wasserstoff... [mehr]
Der Ablauf des Spleißens beschreibt einen wichtigen Schritt bei der Prozessierung der prä-mRNA in eukaryotischen Zellen. Dabei werden nicht-codierende Abschnitte (Introns) aus der prä-... [mehr]
Die Regulation der Genexpression bezeichnet die Steuerung, wann, wie stark und in welchen Zellen bestimmte Gene abgelesen (transkribiert) und in Proteine übersetzt (translatiert) werden. Sie sorg... [mehr]
Eine „epigenetische Disregulation“ bezeichnet eine Störung der normalen epigenetischen Steuerungsmechanismen in einer Zelle. Epigenetik beschäftigt sich mit Veränderungen de... [mehr]
Genmutationen sind Veränderungen in der Erbinformation (DNA), die einzelne Gene betreffen. Dabei wird die Abfolge der Basen (Adenin, Thymin, Guanin, Cytosin) innerhalb eines Gens verändert.... [mehr]
Plasmide sind kleine, ringförmige DNA-Moleküle, die in Bakterien (und einigen anderen Organismen) vorkommen und unabhängig vom bakteriellen Chromosom repliziert werden. Ihre Hauptfunkti... [mehr]