Welche Membrankonstanten beschreiben die Ausbreitung eines Membranpotentials?
Antwort vomDie Ausbreitung eines Membranpotentials wird durch mehrere Membrankonstanten beschrieben. Zu den wichtigsten gehören: 1. **Ruhemembranpotential (RMP)**: Das elektrische Potential über die Membran in Ruhe, typischerweise zwischen -60 mV und -90 mV in Neuronen. 2. **Membranzeitkonstante (τ)**: Die Zeit, die benötigt wird, damit das Membranpotential auf etwa 63% seines Endwertes ansteigt oder abfällt. Sie wird durch die Formel τ = R_m * C_m beschrieben, wobei R_m der Membranwiderstand und C_m die Membrankapazität ist. 3. **Membranlängskonstante (λ)**: Die Entfernung, über die das Membranpotential auf etwa 37% seines ursprünglichen Wertes abfällt. Sie wird durch die Formel λ = √(R_m / R_i) beschrieben, wobei R_m der Membranwiderstand und R_i der axiale Widerstand ist. 4. **Membranwiderstand (R_m)**: Der Widerstand der Zellmembran gegen den Fluss von Ionen, typischerweise in Ohm·cm² gemessen. 5. **Membrankapazität (C_m)**: Die Fähigkeit der Zellmembran, elektrische Ladung zu speichern, typischerweise in Farad/cm² gemessen. Diese Konstanten sind entscheidend für das Verständnis der elektrophysiologischen Eigenschaften von Zellen und die Ausbreitung von Aktionspotentialen entlang von Nervenfasern.