Erkläre die kontinuierliche und saltatorische Erregungsweiterleitung.

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Die kontinuierliche und die saltatorische Erregungsweiterleitung sind zwei Mechanismen, durch die Nervenimpulse entlang von Axonen weitergeleitet werden. 1. **Kontinuierliche Erregungsweiterleitung**: - Diese Form der Erregungsleitung findet in unmyeliniserten Axonen statt. - Hierbei wird das Aktionspotential entlang des gesamten Axons erzeugt. - Bei der kontinuierlichen Erregungsleitung depolarisieren die Membranabschnitte nacheinander, was bedeutet, dass jedes Segment des Axons aktiviert wird, sobald das vorherige Segment depolarisiert ist. - Dies führt zu einer langsamen und gleichmäßigen Weiterleitung des Signals, da die gesamte Membranfläche beteiligt ist. 2. **Saltatorische Erregungsweiterleitung**: - Diese Art der Erregungsleitung tritt in myeliniserten Axonen auf, die von einer Myelinschicht umgeben sind. - Die Myelinschicht isoliert die Axonmembran und lässt nur an den Ranvierschen Schnürringen (Unterbrechungen der Myelinschicht) Ionenströme zu. - Das Aktionspotential springt von einem Schnürring zum nächsten, was die Geschwindigkeit der Erregungsleitung erheblich erhöht. - Diese saltatorische Weiterleitung ist effizienter und schneller als die kontinuierliche, da weniger Membranfläche depolarisiert werden muss. Zusammengefasst: Die kontinuierliche Erregungsweiterleitung ist langsamer und erfolgt in unmyeliniserten Axonen, während die saltatorische Erregungsweiterleitung schneller ist und in myeliniserten Axonen stattfindet.