Stauden sind mehrjährige, nicht verholzende Pflanzen, deren oberirdische Teile oft im Winter absterben, während Wurzelstock oder Knospen im Boden überleben und im nächsten Jahr neu...
Welche Faktoren bestimmen das Geschlecht von Cannabispflanzen?
Antwort vom**Das Geschlecht von Cannabispflanzen wird vor allem genetisch festgelegt, kann aber durch Stress und Umweltbedingungen so beeinflusst werden, dass eigentlich weibliche oder männliche Pflanzen zwittrig werden.** ## Was das Geschlecht grundsätzlich bestimmt Cannabis ist meist **zweihäusig**: Es gibt also getrennte männliche und weibliche Pflanzen. Die primäre Festlegung erfolgt genetisch über **Geschlechtschromosomen**. Vereinfacht gilt: Weibliche Pflanzen tragen meist **XX**, männliche meist **XY**. Das eigentliche Grundgeschlecht ist damit bei der Keimung im Wesentlichen schon angelegt. ## Warum trotzdem nicht immer alles eindeutig ist Entscheidend ist der Unterschied zwischen **Geschlecht** und **Geschlechtsausprägung**. Die genetische Anlage bestimmt, ob eine Pflanze männlich oder weiblich ist. Die sichtbare Ausprägung kann aber durch Stress kippen. Dann bildet eine weibliche Pflanze zusätzlich männliche Blüten oder umgekehrt. Praktisch heißt das: Nicht die Gene ändern sich, sondern die Pflanze reagiert auf Belastung mit einer veränderten Blütenbildung. Typische Auslöser sind: - Lichtstress, vor allem unterbrochene Dunkelphasen - starke Temperaturschwankungen - Nährstoffstress - Trockenheit oder Staunässe - Verletzungen - genetische Instabilität bestimmter Linien ## Der wichtigste Praxispunkt Für den Anbau ist deshalb nicht nur die Genetik wichtig, sondern vor allem **stabile Bedingungen in der Blütephase**. Denn selbst klar weibliche Pflanzen können bei Stress männliche Blüten bilden und sich oder andere Pflanzen bestäuben. Die direkte Folge ist weniger verwertbare Blütenqualität und mehr Samenbildung. ## Wichtiger Sonderfall: feminisierte Samen Feminisierte Samen entstehen nicht dadurch, dass das Geschlecht „zufällig“ weiblich wird, sondern weil Züchter gezielt eine weibliche Pflanze zur Bildung männlicher Pollen bringen und damit wieder weibliche Genetik kreuzen. Die Folge: Aus solchen Samen entstehen überwiegend weibliche Pflanzen. Das ändert aber nichts daran, dass **Stress weiterhin Zwittrigkeit fördern kann**, wenn die Genetik dafür anfällig ist. ## Kurz gesagt Genetisch wird das Geschlecht von Cannabis primär festgelegt. Umweltfaktoren bestimmen es normalerweise nicht neu, sie können aber die **sexuelle Ausprägung stören** und Zwittrigkeit auslösen. Der entscheidende Unterschied ist also: **Gene legen das Grundgeschlecht fest, Stress beeinflusst die sichtbare Blütenbildung.**
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