Was schreibe ich im Lebenslauf nach einer Eigenkündigung wegen Krankheit?

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**Schreibe im Lebenslauf nicht „krank geschrieben“ oder „wegen Krankheit gekündigt“, sondern die Station neutral und wahr: z. B. „Arbeitsverhältnis beendet aus gesundheitlichen Gründen“ oder – wenn die Erkrankung nicht erklärt werden muss – nur das Enddatum der Stelle und danach „gesundheitliche Auszeit“ bzw. „berufliche Neuorientierung“.** ## Was in den Lebenslauf gehört Im Lebenslauf zählt vor allem, dass **keine unklare Lücke entsteht**. Deine Diagnose oder Details zur Krankheit gehören dort in der Regel **nicht** hinein. Sinnvolle Formulierungen sind: - **bis MM/JJJJ:** Tätigkeit bei Firma X - **seit MM/JJJJ:** gesundheitliche Auszeit - **MM/JJJJ – MM/JJJJ:** berufliche Pause aus gesundheitlichen Gründen - **Arbeitsverhältnis im gegenseitigen bzw. eigenen Entschluss aus gesundheitlichen Gründen beendet** Wenn die Krankheitsphase kurz war und zwischen zwei Jobs kaum auffällt, reicht oft sogar **nur die normale Angabe der Beschäftigung mit Enddatum**. Den Kündigungsgrund musst du im Lebenslauf nicht automatisch offenlegen. ## Was besser nicht drinsteht Vermeide Formulierungen wie: - „lange krank“ - „psychisch belastet“ - „Burnout“ - „depressiv“ - „arbeitsunfähig“ - „selbst gekündigt wegen Krankheit“ Das ist zu intim und bringt dir im Bewerbungsprozess meist keinen Vorteil. Entscheidend ist nicht die alte Erkrankung, sondern ob du **heute wieder einsatzfähig** bist. ## So erklärst du es im Anschreiben oder Gespräch Falls die Frage aufkommt, ist die beste Linie: **„Ich habe mein damaliges Arbeitsverhältnis aus gesundheitlichen Gründen beendet. Das Thema ist geklärt, und ich bewerbe mich jetzt bewusst auf eine Position, die fachlich und persönlich gut zu mir passt.“** Das ist deutlich besser als eine lange Rechtfertigung. Es zeigt: - ehrliche Einordnung - keine unnötigen Details - Fokus auf Gegenwart und Belastbarkeit ## Wichtiger Unterschied Wenn du **noch aktuell krankgeschrieben** bist, ist der entscheidende Punkt nicht der Lebenslauf, sondern deine **tatsächliche Arbeitsfähigkeit** für die neue Stelle. Ein sauber formulierter Lebenslauf löst dieses Problem nicht. Arbeitgeber interessiert am Ende vor allem, ob du die neue Tätigkeit realistisch ausüben kannst. ## Praktisch am besten Die stärkste Variante ist meist: - alte Stelle mit Enddatum normal aufführen - danach, falls nötig, **„gesundheitliche Auszeit“** als kurze Zwischenstation - im Gespräch knapp, ruhig und ohne Diagnose erklären So bist du ehrlich, aber gibst nicht mehr preis als nötig.

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