Francisco Varela, ein bedeutender Wissenschaftler und Philosoph, hat sich intensiv dem Lernen von Systemen und der Transformation beschäftigt, insbesondere im Kontext der kognitiven Wissenschaften und der Systemtheorie. Er betont, dass Lernen nicht nur als Informationsaufnahme verstanden werden sollte, sondern als ein dynamischer Prozess, der die Interaktion eines Systems mit seiner Umwelt umfasst. Varela argumentiert, dass Lernen in einem systemischen Kontext als eine Form der Selbstorganisation betrachtet werden kann. Systeme lernen durch ihre Erfahrungen und passen sich an, was zu einer Transformation ihrer Struktur und Funktionsweise führt. Dies geschieht durch einen kontinuierlichen Prozess der Anpassung und Veränderung, der sowohl interne als auch externe Faktoren berücksichtigt. Ein zentrales Konzept in Varelas Arbeit ist die Idee der "autopoietischen Systeme", die sich selbst erzeugen und erhalten. In diesem Rahmen wird Lernen als ein Prozess verstanden, der die Identität und die Grenzen eines Systems beeinflusst und es ihm ermöglicht, sich in einer sich verändernden Umwelt zu orientieren und zu entwickeln. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Varela Lernen als einen integrativen und dynamischen Prozess sieht, der tief in der Interaktion zwischen einem System und seiner Umwelt verwurzelt ist und zu einer kontinuierlichen Transformation führt.