Gründe zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft

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Die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) im Jahr 1957 wurde durch mehrere Faktoren und Gründe motiviert: 1. **Wirtschaftliche Zusammenarbeit**: Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand der Wunsch, die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren und zu integrieren, um wirtschaftliche Zusammenarbeit und Wachstum zu fördern. 2. **Friedenssicherung**: Die EWG sollte dazu beitragen, den Frieden in Europa zu sichern, indem sie wirtschaftliche Abhängigkeiten zwischen den Ländern schuf und somit Konflikte verhinderte. 3. **Marktgröße**: Durch die Schaffung eines gemeinsamen Marktes sollten die Mitgliedsstaaten von einer größeren Marktgröße profitieren, was den Handel und die Wettbewerbsfähigkeit stärkte. 4. **Wettbewerbsfähigkeit**: Die EWG sollte die europäische Industrie stärken und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Wirtschaftsräumen, insbesondere den USA und der Sowjetunion, erhöhen. 5. **Politische Stabilität**: Eine engere wirtschaftliche Integration wurde als Mittel zur Förderung politischer Stabilität und zur Verhinderung von Extremismus und Nationalismus angesehen. 6. **Vorbildfunktion**: Die EWG sollte als Modell für eine tiefere europäische Integration dienen und den Weg für weitere politische und wirtschaftliche Kooperationen ebnen. 7. **Reaktion auf den Kalten Krieg**: In einem von Spannungen geprägten internationalen Umfeld war die wirtschaftliche Zusammenarbeit auch eine Antwort auf die geopolitischen Herausforderungen des Kalten Krieges. Diese Gründe trugen dazu bei, dass die EWG als ein wichtiger Schritt in Richtung einer engeren europäischen Integration und Zusammenarbeit angesehen wurde.

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