Warum zittern Hunde bei Niereninsuffizienz?

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**Hunde zittern bei einer Niereninsuffizienz nicht wegen der Niere selbst, sondern weil das Nierenversagen den Stoffwechsel entgleisen lässt – vor allem durch Urämie, Austrocknung und Störungen von Calcium, Phosphat oder anderen Elektrolyten.** Chronisches Nierenversagen führt zum Verlust funktionsfähigen Nierengewebes und damit zu einer verminderten Filterleistung; klinisch relevant wird das oft erst, wenn ein großer Teil der Nephrone ausgefallen ist. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/urinary-system/noninfectious-diseases-of-the-urinary-system-in-small-animals/renal-dysfunction-in-small-animals?query=renal)) ## Was das Zittern konkret auslöst Wenn die Nieren Abfallstoffe nicht mehr ausreichend ausscheiden, steigen harnpflichtige Substanzen im Blut an. Diese Urämie kann das Nervensystem und die Muskulatur beeinträchtigen; Zittern ist dann ein Zeichen dafür, dass der ganze Organismus bereits deutlich belastet ist. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/urinary-system/noninfectious-diseases-of-the-urinary-system-in-small-animals/renal-dysfunction-in-small-animals?query=renal)) Dazu kommen oft Flüssigkeitsmangel und Elektrolytverschiebungen. Gerade ein zu niedriger Calciumspiegel kann Muskelzuckungen, Tremor und im schweren Fall sogar Krämpfe auslösen; Nierenerkrankungen gehören zu den bekannten Ursachen solcher Calciumstörungen. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/dog-owners/hormonal-disorders-of-dogs/disorders-of-the-parathyroid-glands-and-of-calcium-metabolism-in-dogs)) Ein weiterer Punkt, den viele übersehen: Hunde mit Niereninsuffizienz frieren häufig, sind schwach, übel oder haben Schmerzen. Dann wirkt das „Zittern“ manchmal eher wie Schütteln durch Unwohlsein als wie ein echter neurologischer Tremor. Das ist praktisch wichtig, weil die Ursache dann nicht nur „Niere“, sondern oft eine akute Verschlechterung ist. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/dog-owners/kidney-and-urinary-tract-disorders-of-dogs/noninfectious-diseases-of-the-urinary-system-in-dogs)) ## Wichtiger Unterschied Leichtes gelegentliches Schlottern ist bei einem nierenkranken Hund nicht automatisch typisch. **Neu auftretendes oder stärker werdendes Zittern ist ein Warnzeichen**, besonders zusammen mit Erbrechen, Apathie, Taumeln, Appetitverlust, Durchfall, starkem Durst oder wenn der Hund kaum noch Urin absetzt. Akute Nierenschäden und Harnabflussstörungen können sich rasch verschlechtern und sind ein Notfall. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/urinary-system/noninfectious-diseases-of-the-urinary-system-in-small-animals/renal-dysfunction-in-small-animals?query=renal)) ## Praktische Konsequenz Bei einem Hund mit bekannter oder vermuteter Niereninsuffizienz bedeutet Zittern: **nicht abwarten, sondern tierärztlich abklären lassen.** Entscheidend sind Blutwerte, Elektrolyte, Calcium/Phosphat, Hydratation und Blutdruck, weil genau daraus folgt, ob vor allem Urämie, Dehydrierung oder eine gefährliche Stoffwechselstörung hinter dem Zittern steckt. ([merckvetmanual.com](https://www.merckvetmanual.com/urinary-system/noninfectious-diseases-of-the-urinary-system-in-small-animals/renal-dysfunction-in-small-animals?query=renal))

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