Subnetzmasken bei IPv4 unterscheiden sich hauptsächlich durch die Anzahl der Bits, die für das Netzwerk- und das Host-Teil der Adresse verwendet werden. Eine Subnetzmaske ist eine 32-Bit-Zahl, die in vier Oktette unterteilt ist, ähnlich wie eine IPv4-Adresse. Sie wird verwendet, um den Netzwerkanteil einer IP-Adresse von dem Hostanteil zu trennen. Hier sind einige wichtige Punkte, die die Unterschiede verdeutlichen: 1. **Klassenbasierte Subnetze**: Ursprünglich wurden IP-Adressen in Klassen (A, B, C) unterteilt, wobei jede Klasse eine feste Subnetzmaske hatte: - Klasse A: 255.0.0.0 - Klasse B: 255.255.0.0 - Klasse C: 255.255.255.0 2. **CIDR (Classless Inter-Domain Routing)**: Mit CIDR wurde die Subnetzmaskierung flexibler, indem die Anzahl der Bits für das Netzwerkpräfix explizit angegeben wird. Zum Beispiel: - /8 entspricht 255.0.0.0 - /16 entspricht 255.255.0.0 - /24 entspricht 255.255.255.0 3. **Subnetting**: Innerhalb eines Netzwerks können Subnetze erstellt werden, indem zusätzliche Bits für den Netzwerkanteil verwendet werden. Zum Beispiel: - Eine Subnetzmaske von 255.255.255.128 (/25) teilt ein /24-Netzwerk in zwei Subnetze auf. - Eine Subnetzmaske von 255.255.255.192 (/26) teilt ein /24-Netzwerk in vier Subnetze auf. 4. **Netzwerk- und Host-Bits**: Die Anzahl der Bits in der Subnetzmaske bestimmt die Anzahl der möglichen Subnetze und Hosts pro Subnetz. Eine längere Subnetzmaske (mehr Bits für das Netzwerk) bedeutet mehr Subnetze, aber weniger Hosts pro Subnetz. Beispiel: - Eine Subnetzmaske von 255.255.255.0 (/24) hat 24 Bits für das Netzwerk und 8 Bits für Hosts, was 256 Adressen (254 nutzbare Hosts) ergibt. - Eine Subnetzmaske von 255.255.255.128 (/25) hat 25 Bits für das Netzwerk und 7 Bits für Hosts, was 128 Adressen (126 nutzbare Hosts) ergibt. Durch die Wahl der Subnetzmaske kann die Netzwerkarchitektur flexibel an die Anforderungen angepasst werden, indem entweder mehr Subnetze oder mehr Hosts pro Subnetz ermöglicht werden.