Welche Verschlüsselung steckt in diesem Beispiel?

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**Das ist sehr wahrscheinlich keine „Verschlüsselung“ im engeren Sinn, sondern ein 5×5-Polybios-Quadrat mit Schlüsselwort – hier `KOELN` bzw. `KÖLN`.** Dabei wird das Schlüsselwort zuerst in die Matrix eingetragen, danach folgen die restlichen Buchstaben des Alphabets. Genau das sieht man hier: ## Warum das dazu passt In deinem Beispiel steht oben und links jeweils: **K O E L N** Das sind die Koordinaten der Zeilen und Spalten. Innen steht dann ein 5×5-Feld mit Buchstaben: - 1. Zeile: A B C D E - 2. Zeile: F G H I J - 3. Zeile: K L M N O - 4. Zeile: P Q R S T - 5. Zeile: U V W X Y Das Prinzip ist also: Jeder Buchstabe wird über **Zeilen- und Spaltenkennung** beschrieben, hier nicht mit Zahlen wie 11, 12, 13, sondern mit den Buchstaben **K, O, E, L, N**. ## Die praktische Bedeutung Ein Buchstabe wird dann zu einem **Buchstabenpaar aus Randbeschriftungen**. Beispiel: - **A** = Zeile K, Spalte K → **KK** - **B** = Zeile K, Spalte O → **KO** - **G** = Zeile O, Spalte O → **OO** - **M** = Zeile E, Spalte E → **EE** Das ist der entscheidende Unterschied zu einer normalen monoalphabetischen Ersetzung: Hier wird **ein Zeichen in ein Koordinatenpaar übersetzt**. ## Was an deinem Beispiel auffällt Es ist **keine vollständige klassische Polybios-Tafel**, weil normalerweise 25 Felder mit A–Z belegt werden und dabei meist **I/J zusammengelegt** oder **Q weggelassen** wird. In deinem Raster fehlt aber **Z** komplett. Das spricht dafür, dass das Beispiel eher **didaktisch vereinfacht** oder **individuell angepasst** wurde. ## Klare Einordnung **Die Methode ist am ehesten eine Polybios-Chiffre mit dem Schlüsselwort „KOELN“.** Nicht das Innenfeld ist besonders verschlüsselt – der eigentliche Trick ist, dass die Koordinaten statt mit Zahlen mit den Buchstaben des Schlüsselworts markiert werden.