Weichlöten ist ein Verfahren zur Verbindung von Metallen, bei dem ein Lötmittel mit einem Schmelzpunkt unter 450 °C verwendet wird. Es wird häufig in der Elektronik, im Maschinenbau und in der Schmuckherstellung eingesetzt. Der Prozess umfasst mehrere Schritte: 1. **Vorbereitung**: Die zu verbindenden Metalloberflächen werden gereinigt, um Oxidation und Verunreinigungen zu entfernen, die die Lötverbindung beeinträchtigen könnten. 2. **Erwärmung**: Die Teile werden erhitzt, entweder durch direkte Hitze oder durch einen Lötkolben, bis das Lötmittel schmilzt. 3. **Auftragen des Lötmittels**: Das geschmolzene Lötmittel wird auf die Verbindung aufgetragen. Es fließt durch Kapillarwirkung in den Spalt zwischen den Metallteilen. 4. **Abkühlung**: Nach dem Entfernen der Wärmequelle kühlt das Lötmittel ab und erstarrt, wodurch eine feste Verbindung entsteht. Weichlöten ist besonders vorteilhaft, da es eine relativ niedrige Temperatur erfordert, was die Gefahr von thermischen Schäden an den Bauteilen minimiert. Häufig verwendete Lötmittel bestehen aus Zinn, Blei oder einer Kombination aus verschiedenen Metallen. In den letzten Jahren hat die Verwendung bleifreier Lötmittel zugenommen, um umweltfreundlichere Alternativen zu bieten.