Mit welchem Material und welcher Dicke werden Fortluftkanäle von mechanischen Lüftungsanlagen gedämmt?
Antwort vomFortluftkanäle einer mechanischen Lüftungsanlage werden in der Regel mit einer nicht brennbaren Wärmedämmung versehen, um Wärmeverluste und Tauwasserbildung zu vermeiden. Üblicherweise kommen folgende Materialien und Dicken zum Einsatz: **Material:** - Mineralwolle (z. B. Steinwolle oder Glaswolle), oft mit einer Aluminiumkaschierung als Dampfsperre - Alternativ: spezielle Dämmstoffe für Lüftungskanäle, z. B. flexible Dämmmatten oder -schalen **Dicke:** - Die Dicke der Dämmung richtet sich nach der Energieeinsparverordnung (GEG, vormals EnEV) und den technischen Regeln (z. B. DIN 1946-6, DIN 4108, VDI 6022). - Für Fortluftkanäle außerhalb des gedämmten Bereichs (z. B. im unbeheizten Dachraum oder außen) gilt in Deutschland meist eine Mindestdämmstärke von **30 mm** (bei einer Wärmeleitfähigkeit λ ≤ 0,035 W/(m·K)). - In besonders kalten Bereichen oder bei größeren Kanälen kann eine höhere Dämmstärke (z. B. 40–50 mm) sinnvoll sein. **Zusammenfassung:** Fortluftkanäle werden in der Regel mit nicht brennbarer Mineralwolle (z. B. Steinwolle) in einer Dicke von mindestens 30 mm gedämmt. Die genaue Ausführung hängt von den örtlichen Gegebenheiten und den geltenden Normen ab. **Hinweis:** Für konkrete Projekte sollte immer die aktuelle Gesetzeslage und die jeweilige Planungsvorgabe beachtet werden.