Was ist die innere Karmamudra?

Antwort

Die „innere Kamamudra“ ist ein Begriff aus dem Vajrayana-Buddhismus, insbesondere aus der tibetisch-buddhistischen Tradition. Er bezieht sich auf fortgeschrittene tantrische Meditationspraktiken, die mit der Transformation und Lenkung innerer Energien (Wind, „Lung“ oder „Prana“) im subtilen Körper arbeiten. **Kama** bedeutet „Wunsch“ oder „Verlangen“, und **Mudra** bedeutet „Siegel“ oder „Geste“. Im Kontext der tantrischen Praxis steht Kamamudra für die Vereinigung von Weisheit und Methode, oft symbolisiert durch die Vereinigung von männlichen und weiblichen Prinzipien. **Innere Kamamudra** bezeichnet dabei die Praxis, bei der diese Vereinigung nicht mit einem äußeren Partner, sondern rein auf der Ebene des eigenen Geistes und der inneren Energien vollzogen wird. Ziel ist es, die subtilsten Bewusstseinsebenen zu erreichen und letztlich die Erleuchtung zu verwirklichen. Die Praxis der inneren Kamamudra ist sehr fortgeschritten und wird traditionell nur unter Anleitung eines qualifizierten Lehrers gelehrt. Sie beinhaltet Techniken wie die Kontrolle des Atems, Visualisierungen und das Lenken der inneren Energien durch die sogenannten „Energiekanäle“ (Nadis). **Zusammengefasst:** Die innere Kamamudra ist eine fortgeschrittene tantrische Meditationspraxis im tibetischen Buddhismus, bei der die Vereinigung von Weisheit und Methode auf der Ebene der inneren Energien und des Geistes vollzogen wird, ohne äußeren Partner. Ziel ist die Transformation des Geistes und das Erreichen höchster Erkenntnis.

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