Wie wird die Verheißung des Landes im Neuen Testament gedeutet?

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Im Neuen Testament wird die alttestamentliche Verheißung des Landes, die ursprünglich auf das physische Land Israel bezogen war, in einem erweiterten und oft geistlichen Sinn gedeutet: 1. **Hesekiel 37,14.25** spricht von der Wiederherstellung Israels im eigenen Land und von Gottes bleibender Gegenwart. Im Alten Testament ist das Land ein zentrales Element des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. 2. **Johannes 14,1–3**: Jesus spricht hier von den „vielen Wohnungen im Haus des Vaters“ und davon, dass er hingeht, um einen Platz für die Gläubigen zu bereiten. Das verheißene „Land“ wird hier als himmlische Heimat, als ewige Gemeinschaft mit Gott verstanden – nicht mehr als geografisches Gebiet, sondern als ein Ort der Gemeinschaft mit Gott. 3. **Offenbarung 21,1–3**: Johannes sieht einen „neuen Himmel und eine neue Erde“ und das „neue Jerusalem“, das von Gott herabkommt. Die Verheißung des Landes wird hier universalisiert und es geht um die endgültige Erneuerung der gesamten Schöpfung, in der Gott bei den Menschen wohnt. **Zusammengefasst:** Im Neuen Testament wird die Landverheißung nicht mehr auf ein irdisches Territorium beschränkt, sondern auf die endgültige Gemeinschaft mit Gott in der neuen Schöpfung bezogen. Das verheißene Land wird zum Bild für das ewige Leben bei Gott, für die neue Welt, in der Gott selbst bei den Menschen wohnt. Die Verheißung wird also universalisiert und es geht um die Erfüllung aller Verheißungen Gottes in Christus – für alle Glaubenden, nicht nur für Israel. Weitere Informationen zu den genannten Bibelstellen findest du z.B. auf [bibleserver.com](https://www.bibleserver.com/).

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